Schon der Anfang des Büttenabends war eine Besonderheit. Prinz Maximilian I. musste sowohl seine Prinzessin Jill I. und auch den Elferrat aus dem Dornröschenschlaf wach küssen.
Zum Einsatz kam in Pressig auch Bürgermeister Hans Pietz. Dieser stand in der Bütt und berichtete aus seinem Alltagsleben in der Politik. Erstaunt war das Gemeindeoberhaupt, dass er sich als Fahrschüler in einer 30er-Zone behaupten musste.

Natürlich gab es in Pressig auch prominenten Besuch aus dem Himmel. Denn Petrus (Pater Haagen) kam mit seinen Engeln. Er berichtete von seinem Alltag und klagte, dass er aus Pressig kaum Bewohner habe. Das wolle er nun ändern, zumal im Himmel Personalnotstand herrsche. Er berichtete von einem Mann aus Zeyern, dessen Sünde es war, ein Bayern-Fan zu sein. Beim Greuther-Fürth-Fan war das Herz von Petrus hingegen gerührt.


Zu 80 Prozent aus Orangenhaut

Kein gutes Bild gaben die Frauen in der Büttenrede von Manfred Müller und Kurt Meißner ab. Der Unterschied zwischen einer Frau und einer Batterie sei, dass eine Batterie eine positive Seite habe. Warum so wenige Frauen im Himmel seien, liege darin begründet, dass die Drachen nur maximal 200 Meter hoch steigen könnten. Während Kurt Meißner seine Frau eher kritisierte, machte Manfred Müller seiner anderen Hälfte Komplimente. Seine Frau rieche so gut, weil sie zu 80 Prozent aus Orangenhaut bestehe.

Über die großen Dichter der Nation ging es beim Sketch von den "Kelbichern" (Josua und Matthias Völk). Beide warteten am Bahnhof auf den Zug. Josua wollte nach Weimar, um aus dem Nachlass von Schiller den Schreibtisch zu ersteigern. Hatte der große Dichter doch auf dem Schreibtisch nicht zuletzt Maria Stuart bearbeitet. Matthias Völk wusste mit dem Schiller nichts anzufangen und brachte seinen Gesprächspartner damit fast zum Verzweifeln.


Flüchtling der ersten Welle

Als "Flüchtling der ersten Welle" strapazierte der Italiener (Manfred Müller) die Lachmuskeln der Besucher. Früher meinte er, als es die BRD und die DDR gab, war kein Kompass notwendig. Man legte eine Banane auf die Mauer, war diese angebissen, wusste man, dort ist die DDR. Der liebe Gott, meinte er weiter, schuf den Mann und er sah, "das ist gut". Anschließend schuf er die Frau, das war nicht so gut, deshalb schuf er den Alkohol. Der Italiener fragte auch, wo es die meisten Orgeln gebe? In Italien, denn da lebten 60 Millionen Pfeifen.

Für weitere Furore sorgten die "Kelbicher" mit ihren "Mörtelmaschinen". Begeisterten Applaus bekamen die Dolonia-Kids für ihren Showtanz, die Förtschendorfer Garde, die "Sexy-Sekt-Gruppe" (Zumba-Gruppe der Damen-Gymnastikabteilung des FC Pressig) und die Dolonia-Schlümpfe.
Bewegende Momente gab es, als ein Teil des Elferrates in historischen Kostümen auf der Bühne tanzte und das Publikum in die Zeit vor einigen hundert Jahren zurückversetzte.

Aus dem Häuschen waren die Besucher beim zweiten Auftritt der Förtschendorfer Garde. Tanz, Kunst, Akrobatik und Mehrfachsaldos beinhaltete diese Aufführung in bayerischer Tracht und Lederhosen. Die Aufforderungen nach Zugabe wollte kein Ende nehmen.

Tosenden Applaus gab es zum Finale fürs Männer-Ballett, das in seinem Sexy-Outfit so manche Damenherzen höher schlagen ließ.


Präsidentin feiert Geburtstag

Am Freitag konnte die Dolonia-Präsidentin, Ute Juliano, auch ihren Geburtstag feiern. Ihr Elferrat und auch das Prinzenpaar bedankten sich bei ihr für ihren Einsatz mit netten Gesten und Geschenken. Diese war gerührt und meinte: "Wir machen zusammen weiter und wenn wir eines Tages mit dem Steckerla kumma!" Für die musikalische Umrahmung sorgte der Hausmusiker der Pressiger Bütt: "Mario".