Auch in diesem Jahr haben sich die Theaterfreunde Wallenfels unter der Regie von Gisela Düthorn ein Stück ausgesucht, das außer vielen Lachsalven und einem großen Teil schwarzen und trockenen Humor vor allem die Besucher gut unterhalten will. "Für die Familie kann man nichts" - das wird wohl fast jeder nachvollziehen können. Irgendein schwarzes Schaf gibt es ja immer. Doch in dieser rabenschwarzen Komödie von Hans Schimmel ist Friedhelm Beierle das "weiße Schaf", der endlich seine Traumfrau gefunden hat. Aber die Familie ist nun, sagen wir, etwas "ungewöhnlich" und die soll sie nun endlich kennenlernen.

Das ist gar nicht so einfach, wie sich herausstellt. Da gibt es die Brüder Willi und Hubbi, die ständig für Chaos sorgen. Während Willi ein begnadeter Computerhacker ist, der zwischendurch auch mal für Wirbel sorgt, weil er vom Computer der Bundesregierung aus Rücktrittserklärungen verschickt, ist Hubbi ein nicht sehr begnadeter Erfinder mit einem Sprachfehler, der sich oftmals fatal auswirkt.

Und da ist noch Friedhelms Schwester Hermine, die seit ihrem Indienurlaub das Wasser meidet und sich und ihre Kleidung nicht mehr wäscht. Geisterbeschwörungen, Kartenlesen, Sterne gucken oder Kaffeesatz befragen, ohne das kommt sie nicht mehr aus. Damit das Chaos perfekt wird, nimmt Willi einen Job als Leichenwagenfahrer an und hat natürlich eine Panne. Die transportierte Leiche lagert er in der gemeinsamen Wohnung zwischen, weil die Werkstatt sich weigert, den Wagen mit der Leiche darin zu reparieren. Um nicht damit aufzufallen, erweckt Willi die Leiche kurzerhand zum Leben. Dies bleibt nicht ohne Folgen.

Es ist ein etwas anderes Theaterstück, als man gewohnt ist. Doch das Lachen kommt nicht zu kurz, denn gerade der Wallenfelser Dialekt passt hervorragend zu der Geschichte und den Darstellern. Und so stottern Hubbi und Gundula Strauß nicht, sondern "gazzn" und die Pointen ziehen sich durch das ganze Stück.

Lange schon laufen die Proben auf der Naturbühne oben auf der Kümmelswiese. Mit der ersten Leseprobe am 20. November 2018 ging es los. Auch diesmal durften die Akteure im Kulti proben, ehe es in der ersten Aprilwoche hinauf auf die Kümmelswiese ging. Die schlechten Bedingungen im Mai waren nicht gerade förderlich für das Probegeschehen, aber auch diese Schwierigkeiten wurden gemeistert. "Erst auf dem Originalschauplatz nahm das Stück Formen an und es wurde immer intensiver geprobt", sagt Birgit Brehl. Auch die Kulisse wurde immer vertrauter. Jeder der Schauspieler passte hundertprozentig zu seiner Rolle. Gaby Stöcker (Hermine Beierle) als Geisterbeschwörerin genauso wie die beiden ewig stotternden Markus Haderdauer als Hubert Beierle, genannt Hubbi und Birgit Brehl als Gundula Strauß, die unbedingt einen Mann sucht. Sehenswert wird allerdings "die Leiche Albert" sein, wundervoll gemimt von Henry Stöcker. Andreas Gleich als Friedhelm Beierle, Udo Schlee als sein Bruder Willi, Engelbert Stadelmann als Gerd Hollerbichel, Sabrina Heibl als Vermieterin Gertrud Wollensiek sowie Tina Krump als Traudel Siebet und Jaqueline Hahn als Doris Stüber werden das Publikum sicher mit viel Pointen und trockenem Humor zum Lachen bringen. Bestens unterstützt werden sie von Souffleuse Ute Schlee.

Termine und Karten

Aufführungen Samstag, 29. Juni, um 18 Uhr (Ausweichtermin: Sonntag, 30. Juni, 17 Uhr);

Samstag, 6. Juli, um 18 Uhr (Ausweichtermin: Sonntag, 7. Juli, 17 Uhr). Einlass ist jeweils eine Stunde vor Beginn.

Fahrdienst Es gibt ab 16.45 Uhr bzw. bei Ausweichterminen 15.45 Uhr einen kostenlosen Fahrdienst ab Marktplatz. Warme Kleidung und Sitzkissen werden empfohlen. Für Speisen und Getränke ist bestens gesorgt.

Vorverkauf Seit Montag gibt es Karten im Vorverkauf bei der Raiffeisenbank und der Sparkasse in Wallenfels. Eintrittspreise: Erwachsene 8 Euro, Kinder bis 12 Jahre 5 Euro.

Info Bei schlechtem Wetter kann man sich unter www.theaterfreunde-wallenfels.de , auf facebook und in der Lokalpresse über den Ausweichtermin informieren.