Am Wochenende rollte bei der Spielgemeinschaft Wallenfels/Zeyern in der A-Klasse 2 Kronach der Fußball. Mit 0:4 unterlagen die Hausherren. Was vielleicht noch interessanter als das Ergebnis ist: Sie verloren das Spiel auf dem DJK-Sportgelände in Zeyern.

Das verwunderte einige Leser, da mittlerweile das Staatliche Bauamt die Hand auf dem Gelände hat und in diesem Bereich die Ortsumgehung bauen will. Dem DJK-SV Zeyern/Roßlach war zuvor der Pachtvertrag von der Gemeinde fristlos gekündigt worden.


Amt hat kein Problem mit dem Spielbetrieb - vorerst

Spielen die Fußballer also auf einem Platz, auf dem sie nichts mehr verloren haben? "So lange kein Bagger drauf steht, können sie freilich drauf spielen", stellt Uwe Zeuschel, der stellvertretende Leiter des Staatlichen Bauamts Bamberg auf unsere Anfrage fest. "So lange dort keine Arbeiten stattfinden, sind wir da vollkommen schmerzfrei."

Und bis die Bagger rollen, kann es nach Zeuschels Auskunft noch dauern. Das liegt an zwei Punkten. So wurde eine Klage des Sportvereins gegen die Ablehnung einer Revision in Sachen Kündigung zwar zurückgewiesen, doch steht dem Verein noch der Weg vor das Bundesverfassungsgericht offen. "Bis jetzt ist noch nichts bekannt, dass der Kläger in dieser Hinsicht aktiv wird, doch die Frist dafür ist auch noch nicht abgelaufen", erklärt Zeuschel.

Neben dem Planungsrecht hängt der Baubeginn noch von der Frage ab, wann die Finanzmittel für die Umgehung fließen. "Im Moment gibt es kein Signal vom Bund, dass in den nächsten Wochen Gelder zu erwarten sind." Sobald die rechtliche Grundlage für den Baubeginn gegeben ist und auch die Gelder in Sicht kommen, kann sich die Situation für die Fußballer jedoch schnell ändern.