Mit dem Jahresbericht des Tourismus- und Veranstaltungsbetriebes für 2018 konnte Betriebsleiterin Kerstin Löw Räte und Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein durchaus erfreuen. Trotz der verschiedenen Baustellen und einer ganzjährig geschlossenen Festungsherberge brachte 2018 das bisher beste betriebswirtschaftliche Ergebnis mit Erträgen von über 180 000 Euro auf der Festung Rosenberg. Nun hoffen alle, dieses gute Niveau halten, ja noch auszubauen zu können.

Die Festung Rosenberg stand auch 2018 im Zentrum des touristischen Geschehens der Stadt Kronach. Durch zahlreiche Veranstaltungen, besonders aber durch "Kronach leuchtet" (80 000 bis 90 000 Besucher) konnten viele Tausend zusätzliche Besucher auf die Festung gelockt werden. Auch die Rosenberg-Festspiele (16 500 Besucher) haben mit einem sehr guten Ergebnis abgeschlossen.

Der klassische Tagesfestungstourismus, das heißt die Buchung einer Festungsführung mit Museumsbesuch ist jedoch weiter rückläufig. Hier gelte es, durch neue Angebote aber auch durch infrastrukturelle Maßnahmen entgegenzusteuern, so die Tourismuschefin. Die Errichtung des neuen Veranstaltungssaales und des neuen Hotels samt barrierefreien Zugang bilden dabei wichtige Schritte, die im Ergebnis die Verzahnung von Festungs- und Altstadtbesuch befruchten werden.

Kooperationen mit den regionalen Akteuren im Frankenwald, aber auch überregionale Partnerschaften wie die "Wege zu Cranach" oder die "Burgenstraße", kombiniert mit der Schaffung und Vermarktung authentischer Angebote aus den Bereichen Kunst, Kultur, Geschichte und Genuss im Zusammenspiel mit den Freizeitqualitäten des Naturparks Frankenwald, bilden, laut Löw, weitere wichtige Bausteine der touristischen Weiterentwicklung.

Winfried Lebok (CSU) regte an, den Grünen Markt und den Bauernmarkt in die Kühnlenzpassage zu verlegen. Vorschläge und Anregungen kamen weiter von Martina Zwosta (FL), Heinz Hausmann (CSU), Thilo Moosmann (SPD) und Jonas Geissler (CSU), der die Online-Werbung forciert haben möchte.

Insgesamt aber sahen, inklusive Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein, alle Gremiumsmitglieder den Tourismus auf einem guten Weg und sie dankten Kerstin Löw mit ihrem Team, die nichts unversucht ließen und unermüdlich an einer Strategie und Maßnahmen arbeiteten, die weitere Touristen in die Lucas-Cranach-Stadt bringen.

Bis Weihnachten ausgebucht

Im Ausblick auf die Gästeankünfte und Übernachtungen setzt man viel auf das Jufa-Hotel auf der Festung Rosenberg, denn dieses ist jetzt schon bis Weihnachten voll ausgebucht.

Positiv sei zu bewerten, dass bei den Einnahmen aus Vermietungen das seit Jahren beste Ergebnis erzielt wurde. Auch das Ergebnis der Eintritte ist durch die Diversifizierung der Führungen besser als das Jahresergebnis 2017 und das drittbeste Ergebnis im Mehrjahresvergleich seit 2010. So ergeben die Gesamterträge aus den Eintritten und Vermietungen auf der Festung Rosenberg das beste Ergebnis seit 2011 und waren höher als im Cranach-Jahr und selbst höher als im Jahr der Bayernausstellung "Festungen - Frankens Bollwerke", in dem die Festung samt ihrer Museum fast 16 500 Besucher mehr verzeichnete als im Jahr 2018.

Ein weiteres Highlight könnte sich für das Jahr 2022 anbahnen. Es laufen nämlich laut dem Museologen Alexander Süß weitere Forschungen und Bodenuntersuchungen an einem Ort, an dem vor zig Jahren schon Mauerreste gefunden wurden, die auf ein Dorf hinweisen. Und die Funde könnten aus dem Jahr 722 stammen, so dass dies das Geburtsjahr von Kronach sein könnte. Aber es liefen dazu noch wissenschaftliche Untersuchungen, da sich die bisherigen Annahmen noch nicht wissenschaftlich fundiert und verlässlich bestätigen lassen.

Der Tourismus-, Stadtmarketing- und Sozialausschuss der Stadt freut sich über weitere Personen, die ihr Interesse bekundet haben, Botschafter der Stadt Kronach zu werden. Aufgrund ihrer Interessensbekundung ernannten die Ausschussmitglieder folgende Personen zu weiteren Botschaftern der Stadt Kronach. Sabine Gross (Rechtsanwältin, Kronach), Kathrin Hauck (Sonderpädagogin Petra-Döring-Schule, Kronach), Klaus Löffler (Landrat des Landkreises Kronach) und Stefan Volk (Polizeibeamter, Kronach).

Nun 50 Botschafter

Nachdem das Botschafterprogramm 2017 erfolgreich gestartet ist, legt der Tourismus- und Veranstaltungsbetrieb (TVB) einmal im Jahr die Interessensbekundungen und Vorschläge für weitere Botschafterinnen und Botschafter vor. Mit den genannten vier Personen gibt es mittlerweile 50 ernannte Botschafter der Stadt Kronach.

Die Grundidee des Botschafterprogramms ist es, mit Begeisterung und fundiertem Wissen für die Stärken der Stadt Kronach regional und überregional zu werben, rief die Leiterin des TVB, Kerstin Löw, den Grundsatzbeschluss des Stadtrats aus dem Jahr 2017 in Erinnerung.