"Land- und Forstwirtschaft sind nicht nur Tierzucht und Tierschutz, sondern auch Landschaftspflege und Naturschutz und bieten darüber hinaus großartige Nahrungs- und Lebensmittel in bester Güte", sagte Erwin Schwarz, Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbands (BBV) im Landkreis Kronach in seiner Begrüßung zum "Tag des offenen Dorfes" in Tiefenklein. Der Vorsitzende der Direktvermarkter im Landkreis Kronach, Alfred Hofmann, zollte den Organisatoren Respekt und Anerkennung für die reichhaltige Schau an Agrarprodukten und Informationen.

Die Landwirtschaft hat viel zu bieten. Insbesondere die Landwirte in Tiefenklein zeigten am Wochenende beim "Tag des offenen Dorfes" die Vielfalt landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Aber auch wie Landschaft, Wald und Wiesen durch Land- und Forstwirtschaft geschützt, gehegt und gepflegt werden, wurde bei einem Rundgang durch die verschiedenen Höfe und durch das Freigelände mit einer Ausstellung von technischen Geräten, vom traditionellen Oldtimer bis zu modernsten, hoch technisierten Automaten für Stall-, Wald- und Wiesenarbeiten, deutlich.

Milchprinzessin war beeindruckt

Vor allem der Hauptorganisator und Besitzer eines Ferkelaufzucht und Schweinemast betriebs, Klaus Siegelin, zugleich stellvertretender Kreisobmann im BBV Kreis Kronach, führte die Ehrengäste voller Stolz über das Gelände. Mit dabei war auch die Milchprinzessin Carola Reiner, die sehr beeindruckt von der Vielfalt des landwirtschaftlichen Angebots und den modernen Betriebseinrichtungen war.

Ein großes Schweine-Kino führte in Ferkelzucht und Sauenhaltung ein. Woher kommen Schinken, Bratwurst & Co.? Darüber wurde ausführlich informiert: Damit sich tragende Sauen "sau wohlfühlen" brauchen sie eine Idealtemperatur zwischen 15 bis 18 Grad Celsius im Schweinestall, der pro- Kopf-Verzehr liegt in Deutschland bei rund 39 Kilogramm Schweinefleisch pro Jahr, erklärt Klaus Siegelin beim Rundgang.

Regionale Erzeugung

Die landwirtschaftlichen Direktvermarkter im Landkreis Kronach boten ihre große Produktpalette aus regionaler Erzeugung an. An Informationsständen des BBV, des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Kulmbach (AELF), sowie der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft gab es nützliche Tipps und Hintergrundwissen über Tierhaltung, Forstwirtschaft und Pflanzenbau sowie Landbewirtschaftung.

Zum Beispiel braucht eine Kuh jährlich circa 14 508 Kilogramm an verschiedenem Futter und säuft circa 35 Kubikmeter Wasser, um etwa 7300 Kilogramm Milch zu erzeugen. Um eine Kuh satt zu bekommen, muss der Landwirt eine Fläche von 6000 bis 8000 Quadratmetern pro Jahr und Kuh bewirtschaften. Ob Fleisch, Wurst, Milch, Bauernhof-Eis, Liköre, Marmeladen, Käse, Brot und viele andere Erzeugnisse, es konnte schnabuliert und probiert werden. Es war ein toller Erfolg für Landwirte, Direktvermarkter und vor allem für die Gastgeber aus Tiefenklein, die ihren kleinen, idyllischen Ort als Landwirtschaftshochburg präsentierten und große Anerkennung von den Besuchern ernteten.