Angetreten waren sieben Jugendgruppen aus ganz Oberfranken. Für den Kronacher Ortsverband gingen Lukas Gehring, Max Geigerhilk und Lucas Eidloth an den Start. Sie hatten sich in den vergangenen Wochen intensiv auf diesen Wettkampf vorbereitet. Jeweils rund sechs Stunden hatten sie an den Samstagen geprobt.


"Ein schönes Gefühl"


"Die Teilnahme am Wettkampf hat sehr viel Spaß gemacht", so Lucas Eidloth. Die Jungs hoben die Teamarbeit und die Kameradschaft im Technischen Hilfswerk hervor. Außerdem sei es "ein schönes Gefühl, anderen helfen zu können", sagte Lukas Gehring.

Die jungen Kronacher mussten wie alle Wettkampfteilnehmer innerhalb von 90 Minuten unter wachsamen Augen von 15 Schiedsrichtern Aufgaben aus den verschiedenen Einsatzgebieten des THW lösen. Wie der Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit und Helferwerbung, Hajo Badura, erklärte seien neben Hilfeleistungen auch der Umgang mit Werkzeugen und Gerätschaften gefragt gewesen. Die Aufgaben waren den Teams erst am Wettkampftag bekanntgegeben worden.


Gebäudeeinsturz angenommen


Innerhalb von 90 Minuten musste ein kleiner Einsatz abgearbeitet werden, bei der sämtliche Sicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften eingehalten werden mussten. Angenommen wurde, dass THW-Jugendliche auf der Rückfahrt von einem Ausflug zu einem Gebäudeeinsturz dazukamen. Sie mussten sich einen Zugang zum Unfallort verschaffen, Erste Hilfe leisten und verschüttete Personen aus dem zusammengefallenen Haus befreien.

Ziel des Wettkampfes war es auch, die Zusammenarbeit der Junghelfer als Gruppe zu trainieren. Außerdem, so Badura, wollte man auch Außenstehende auf das THW aufmerksam macht.


Kritik an Schaulustigen


Der Bezirksjugendwettkampf fand unter der Schirmherrschaft des Bezirkstagspräsidenten Günther Denzler statt. Dieser gratulierte auch im Namen des Kronacher Landrats Klaus Löffler den jungen Helfern. "Die Arbeit, die ihr leistet, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden", so Denzler. Unverständnis äußerte er darüber, dass Rettungskräfte oftmals von Schaulustigen bei ihren Einsätzen behindert werden.

Anwesend war neben den Ortsbeauftragten des THW Kronach, Frank Hofmann, auch Vertreter anderer Rettungsinstitutionen, darunter Kreisbrandinspektor Joachim Ranzenberger. Er nehme gerne Einladungen anderer Rettungsorganisationen an, denn somit stünde man nicht nur im Austausch, sondern man könne sich auch Anregungen wie hier für Wettkämpfe der Jugendfeuerwehren holen, erklärte er.

Die Platzierungen. 1. Bamberg, 2. Kulmbach, 3. Staffelstein, 4. Selb, 5. Gemeinschaftsteam Coburg-Staffelstein, 6. Kronach, 7. Forchheim. Der Sieger nimmt nächstes Jahr am Landeswettkampf teil.