Der Gemeinderat stimmt in der Sitzung am Dienstag im Rathaus einem Sanierungskonzept für die Natursteinmauer an der Grüner Straße zu. Zuvor hatte Markus Albrecht vom Ingenieurbüro IVS, Kronach den dringenden Handlungsbedarf anhand einer Präsentation verdeutlicht. Bürgermeister Egon Herrmann sagte einführend zu den Tagesordnungspunkt, dass die Natursteinmauer schon seit zwei Jahren das Gremium beschäftige. Daher hatte man das Ingenieurbüro 2017 mit Überprüfungen und Untersuchungen sowie Planungsleistungen und einer Kosteneinschätzung für die schadhafte Natursteinmauer die der Abstützung des Steilhangs an einer Straßenseite der Grüner Straße dient, beauftragt.
Diese circa 115 Meter lange und circa zwei Meter hohe Ansichtsfläche der Natursteinvorblendung, ist dahinter mit Stahlbeton stabilisiert. Sie weist inzwischen teilweise erhebliche Schäden durch Unterhaltsstau auf und auf Dauer gesehen besteht Einsturzgefahr.
Nachdem eine Anfrage und Überprüfung nach Fördermöglichkeiten negativ beschieden wurden, muss die Gemeinde finanziell in den sauren Apfel beißen und das Projekt für geschätzte 180 000 bis 200 000 Euro selbst stemmen. Das wäre ein böses Unterfangen da sich die Gemeinde in der Haushaltskonsolidierung befindet. Das staatliche Bauamt sieht aber zum jetzigen Zeitpunkt keine Förderwürdigkeit.
Anders sieht es Geschäftsführer Markus Albrecht vom Ingenieurbüro IVS. "Wenn man die Mauer so belässt, dann stürzt eines Tages ein Teil auf die Straße", so Albrecht. "Was dann passiert, kann sich jeder ausrechnen." Eine neue Mauer dürfte wohl um die 750 000 Euro kosten. Eine weitergehende Generalsanierung würde wohl auch mindestens 400 000 Euro verschlingen. Also einigten sich Ingenieurbüro und Ratsgremium auf eine Sanierung der größten Schäden. Damit könne auf Jahrzehnte eine Stabilität der Stützmauer erreicht werden.
Da man, laut Bürgermeister, in den vergangenen zwei Jahren im Haushalt insgesamt 166 000 Euro eingestellt habe, sieht das Gemeindeoberhaupt keine Finanzierungslücke oder gar Genehmigungshürden des Haushalts durch die zuständige Behörde. Das Risiko ist einfach auch zu groß, jetzt länger zu warten bis die Mauer auf der Straße liegt. Daher wurde das Ingenieurbüro mit einer Ausschreibung beauftragt, dass man Anfang nächsten Jahres mit der Sanierung beginnen kann.


Rechnungen an den Förderverein

Das Brauer- und Büttnermuseum wird durch den Förderverein "Brauer- und Büttnermuseum" betreut. In einem Nutzungsvertrag ist geregelt, dass die Gemeinde auf ein Nutzungsentgelt für die Überlassung der Räume verzichtet. Der Förderverein hat jedoch den laufenden Unterhalt und für den Bauunterhalt zu tragen. Die Kosten werden jährlich von der Gemeinde ermittelt und dem Gemeinderat gemäß der Vereinbarung zur Entscheidung über eine Kostenbeteiligung vorgelegt. Hieraus ergibt sich für 2017 eine Kostenbeteiligung des Fördervereins von 50 Prozent an den tatsächlichen Kosten in Höhe von 1166,40 Euro, davon 50 Prozent entspricht 583,20 Euro und auf die angefallenen Stromkosten von 349,77 Euro was einem Anteil bei 50 Prozent von 174,89 Euro entspricht.
Während der Ortssprecher von Reuth, Heinrich Roth, von Erbsenleserei sprach, wenn man einen von Ehrenamtlichen betreuten Verein jeden Cent berechne, verwies Günther Oßwald (SPD) auf die Nutzungsvereinbarungen und in diesem Fall stelle sich der Förderverein sogar günstiger als nach Statuten gefordert wäre.
Der Gründung einer Kinderfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Reuth wurde vom Gremium Zustimmung erteilt. Ebenso bestätigte das Ratsgremium die beiden neu gewählten Kommandanten der FF Hummendorf, 1. Kommandant Holger Schneider und stellvertretender Kommandant Sven Eck.