Nun ist es bewiesen, die Steinwiesener "NSA", sprich die "Dorfratschen", sind dahintergekommen, Schönheit und Anmut sind in Steinwiesen zu Hause. "Der Herrgott saß da auf dem Rollenberg, sah auf das schöne Steinwiesen und schnitzte die Menschen. Und alles was nicht schön war, warf er über die Schulter ins Tal der Wilden Rodach", berichteten die vier Dorfratschen.
Sie gaben außerdem den Flößern den Tipp, das Wasser im Winter einzufrieren und bei Wassernot im Sommer aufzutauen. Wichtig war der "NSA" auch, dass die neuen Gehsteige eine Rollschuhbahn überflüssig machen und dass es den kleinsten Kreisverkehr im Landkreis gibt - rund um die Apotheke wegen eines zu schmalen Gehsteigs. All das hat man dem "schwarzen Häuptling der Steinwiesener" zu verdanken, der zwar eine wunderschöne Straße bauen ließ, aber beim Büttenabend sitzt man immer noch "auf alten Stühlen an alten Tischen und geht auf alte Klos."


Bunte Kostüme

Wie schön und anmutig vor allem die Mädchen in der Faschingshochburg im Rodachtal sind, bewiesen die Prinzengarde, die Juniorengarde sowie die beiden Tanzmariechen Lara und Malin. In bunten Kostümen wirbelten sie über die Bühne, dass den Männern des Elferrats ganz schummerig wurde.
Auch die "Hip Hop Girls aus Bärm" (Jasmin und Lea) zeigten, was sie drauf haben, genauso wie die neu gegründeten "Sunny Girls".
Rockig wurde es beim Tanz der "Förtschendorfer Showtanzgruppe". Wie im Urwald fühlten sich Zuschauer und andere Narren, als plötzlich Tarzan durch die Luft schwang und "Affen" sich auf der Bühne tummelten, die Leistungsgruppe Turnen des SV Steinwiesen zeigte ein tolles Programm.
Welch tolle Männer es beim Büttenabend gab, das sah man bereits beim Einschießen des Faschings mit der Kanone "Blacky II", die abgeschossen wurde von Andy Ströhlein und Markus Hopf, befehligt von Hauptmann Robert Unglaub und unterstützt von Trommler Dominik Welscher.


Behäbiger Elferrat

Aber es kam noch besser. Der Elferrat mit Vorsitzenden Günter Baaser erklomm die Bühne. Doch ein Highlight folgte auf das Nächste. Das Männerballett Hof begeisterte mit einem Tanz zu Seemannsliedern, mit rasantem Kostümwechsel und "blanker Haut". Doch die "Nochtgläds Dänses" aus Steinwiesen standen ihnen in nichts nach. Die acht Mann starke Truppe zeigte einen Gardetanz vom Feinsten. Toll, dass auch gestandene Mannsbilder die Beine so hoch schwingen können. Behäbiger ging es beim Elferrat zu. Sie traten als "Minions" auf - groß, gelb und frech.
Frech war auch die Büttenrede des Präsidenten der Faschingsgesellschaft (FGS), Wieland Beierkuhnlein, der als "Strabag Capo" auftrat und den "echten Capo", der die Ortsdurchfahrt beaufsichtigt hat und dessen Stimme jedem Bürger noch gut in Erinnerung ist, täuschend echt mimte. Da war von tiefer gelegten Gehsteigen, nicht angeschlossenen Kanälen und viel Grabarbeiten die Rede. Von Umleitungen und roten Ampeln, die keinen interessierten, von Stromsparlampen, die viermal weniger Strom verbrauchen. "Dafür wurden viermal mehr neue Lampen aufgestellt", stellte der "Capo" fest.


Ratloser "Büttenredeschreiber"

Sein Debüt in der Bütt gab Christian Kremer und hat mit Bravour bestanden. Als ratloser "Büttenredeschreiber" hatte er Themen im Angebot wie Wallenfels - "darüber schreibe ich nicht, die sind schon gestraft genug" - oder die neuen "Begrüßungsdrinks" beim Dr. Wernard, die morgens in weißen Plastikbechern auf dem Tresen stehen.
Auch "Fräulein Resi" alias Hedi Höhn war wieder mit von der Partie. Bei ihr geht das Leben erst mit 67 Jahren an. "Das mit 66 wie bei Udo Jürgens hat nicht geklappt", sagte sie.


Die geliebten Nachbarn

Ein blonder Engel aus Bärm schwebte auf die Bühne, als Moni Reißig in die Bütt trat. 17 Jahr, blondes Haar - das kam zwar nicht mehr hin, auch wenn es im Hirnkastel der Blondine wohl nicht viel später sein konnte. So ging sie mit Regenschirm unter die Dusche, um nicht nass zu werden und erzählte von ihren Schiffsreiseerlebnissen. Der ideale Mann hat für sie die Maße 80/20/40 - 80 Jahre, 20 Millionen und 40 Grad Fieber.
Die Narren begrüßt hatten in der vollbesetzten Kulturhalle in Steinwiesen das Prinzenpaar Carina I., der Rohling von der Kohling, und ihr Prinz Frank I., der Faschingsnarr der FGS, sowie das Kinderprinzenpaar Michelle I. und Jakob I. Zahlreiche Gäste anderer Faschingsgesellschaften waren vertreten, auch die geliebten Nachbarn aus der Stadt. Mit Schunkelrunden, witzigen Zwischenrufen und viel "Tätä Tätä" begleiteten Ali & Querchl mit Gitarre und Keyboard den abwechslungsreichen Büttenabend.