In Lauenstein wird der Bereich von der B 85 zur und um die Buswendeschleife attraktiver gestaltet. Dies erfolgt durch Abrissmaßnahmen und Neuordnung. Eine hierfür wichtige und von der Bevölkerung schon lange "herbeigesehnte" Maßnahme ist - aktuell am Laufen - der Rückbau der Burg-Bräu-Brache. Im Bereich der Orlamünder Straße werden Parkmöglichkeiten und eine Bauparzelle geschaffen. Der Hang zur B 85 hin wird renaturiert.
Das Gesamtvolumen der Baumaßnahme liegt bei rund 800 000 Euro. Für den Rückbau wurden von der Regierung von Oberfranken Sonderfördermittel über das Sonderprogramm zur Revitalisierung von Industrie- und Gewerbebrachen im Rahmen der Städtebauförderung bewilligt. Die Förderung beträgt 80 Prozent der förderfähigen Kosten und liegt damit bei rund 650.000 Euro. "Die Fördergelder des Freistaates ermöglichen uns, trotz angespannter Haushaltslage, solch wichtige Projekte der Stadtsanierung in die Tat umzusetzen", zeigt sich Bürgermeister Timo Ehrhardt (SPD) dankbar über die damit verbundene Beseitigung des weithin sichtbaren Schandflecks.


Abbruch seit November 2017

Der seit November vergangenen Jahres laufende Abbruch gestaltet sich als schwierig und kann bis Anfang Juni abgeschlossen werden. Die zunächst angestrebte Fertigstellung im März dieses Jahres konnte nicht eingehalten werden, da sich der - mit großen Herausforderungen verbundene - Rückbau aus verschiedenen unvorhersehbaren Gründen als deutlich aufwändiger als vorher angenommen herausstellte. Ständig fachkundig begleitet wird die Baumaßnahme von den Dres. Hofmann und Heimbuchen vom gleichnamigen Geo-Ingenieurbüro aus Kulmbach sowie vom Architekturbüro Wolfgang Feuerpfeil aus Ludwigsstadt. Bauausführende Firma des Rückbaus ist die Ruppert GmbH & Co.KG aus Frickenhausen. Nach Abschluss der Maßnahme erfolgt eine Ergänzung der Freiflächenplanung mit dem Ziel einer Renaturierung des Hanges und der Anlage sowie der Schaffung neuer Stellplätze und eines Bauplatzes.
Da auf dem Burg-Bräu-Areal noch einige Garagen und Stellplätze genutzt worden waren, entstand durch den Abriss ein Bedarf an Stellplätzen im unteren Dorf. Durch die Errichtung einer bedarfsgerechten Parkscheune werden Stellplätze auf städtebaulichem Niveau geschaffen. Als Standort hierfür ist der Bereich der leehrstehenden und von der Stadt 2017 erworbenen Anwesen Orlamünder Straße 22 und Hermann-Wilhelm-Straße 3 (ehemaliges Fassl) angedacht.


Eingang repräsentativer machen

Voraussetzung für die Städtebau-Maßnahmen waren die vorausgegangenen vorbereitenden Untersuchungen. "Wir haben uns überlegt, wie man den Eingang von Lauenstein repräsentativer machen kann", erläuterte der Bürgermeister die sich auf den Bereich von der B 85 bis zur Buswendeschleife erstreckende
Rahmenplanung. Erfreulicherweise stößt man dabei auf breite Zustimmung wie auch Beteiligung der Bürgerschaft. So wurden basierend auf der vertiefenden Rahmenplanung auch die Gebäudeleerstände Orlamünder Straße 19, 21/23 von der Stadt erworben. Auf dem durch den Abriss freigestellten Gelände baut eine junge Familie ein Einfamilien-Wohnhaus mit Doppelgarage. "Das ist Städtebauförderung im besten Sinne", freut sich der Bürgermeister.