"A Hut, a Brilln, Schnorrn und immer freundlich-galant!" - erwartungsgemäß war das Top-Thema des Büttenabends in Steinberg der örtliche Lebensmittelhändler Martin Geiger. Das liebenswerte Staaberche Original ziert den Orden; die "Garasch"-Bar wurde von der örtlichen Feuerwehr entsprechend geschmückt, und in mehreren Auftritten "huldigten" verschiedene Akteure ihrem "Beckn", so auch Elferratspräsident Wolfgang Förtsch und "Heiligenschrubbe" Christian Eidloth.

"In Staaberch gibt's an Laden - sieht aus wie a Lottostell bloß. Obe die Auswahl, die ist riesengroß. Für die Narren war dess der Grund, dass der Chef heuer aufn Ord'n kummt!", würdigte der Präsident den "Beckn" als Institution, die schon seit Jahrtausenden läuft. "Homm doch schon die Neandertoler bei ihm kafft".

Dorfleben ins Visier genommen

Dem "Heiligenschrubbe" boten sich noch viele weitere Steilvorlagen aus dem Dorfgeschehen, wie ein unterwegs vergessener "Bomberch-Fohre", der "öschte Staaberche Pizza-Abhol-Service", die neuen Frankenwald-Chalets in Tiefenbach - ideal für Urlaubsgäste, die "ka Sunna vertrougn" - oder "Sex on the beach"-Getränke beim Pfarrfamilienabend.

Kritisch sah er, "dess im Gemahrot die Beschlüss zu 95 Prozent 16:0 ausgenn. Ob dess auf Dauer fe die Gemah gut iss, blebbt die Frouch. Ich glaab, dess vill Gemahräht ihr Fähnla ze se im Wind homm", redete er diesen ins Gewissen.

Die neuesten Weltnachrichten aus Politik, Sport und den Wirtschaften, sprich dem kulinarischen Hotspot "Frack", wussten die Fotofreunde ("Mister Tagesschau" Thomas Stadelmann und Herbert Agel) zu vermelden. Um Fernsehen ging es auch im TV-Sketch von Anna, Nina und Fabian, genauer gesagt um die Live-Übertragung des Top-Derbys des TSV Steinberg gegen den SV Friesen. Dumm nur, dass Fehlschaltungen der Techniker immer wieder die Übertragung unterbrachen.

Kein passendes Arbeitsgerät

Nachdem Nachwuchs-Büttenredner Jonas Wachter im Vorjahr noch selbstbewusst seine Ambitionen für das Bürgermeister-Amt kundgetan hatte, verdingte er sich mittlerweile als Staubsaugervertreter. Sein Chef schickte ihn zwecks Top-Verkaufszahlen in den Landkreis Kronach - mit mäßigem Erfolg. Die alles voll "saachenden" Friesener störten sich daran, dass er nur Trockenstaubsauger im Angebot hatte. In Steinberg kommen nur Schrubber zum Einsatz und bei der "Leitn" in Wilhelmsthal müssten die Leute nur die Tür aufmachen, dann würde der Dreck schon alleine rausrutschen.

Nicht auf der Suche nach ihrem Traumberuf, wohl aber nach ihrem Traummann ist "Trulla" Silke Mattes. Trotz ihrer umwerfenden Schönheit - ihre Brust hängt bis hinunter zum Knie - hat sie einfach kein Glück bei den Mannsbildern. Zu allem Überfluss bereiten dem "heißen Feger" nun auch noch die Wechseljahre Probleme, was den Sex mit ihrem "immer kalten, aber nie steifen" Ehemann nicht einfacher macht.

Kompetente Arbeiter

Vielleicht sollte sie sich einen der drei tüchtigen, vor Fachkompetenz strotzenden und zudem noch ungemein gut aussehenden Bauarbeitern (Ralf Eidloth, Christian Engelhardt, Sebastian Baierlipp) angeln. Das Trio hatte auch heuer wieder jede Menge "geniale Ideen", um sein hartes Arbeitspensum zu bewältigen.

Akrobatisch ging es beim grandiosen Auftritt "Schneewittchen und die neun Zwerge" der Showtanzgruppe zu. Das Publikum tobte, so auch beim Programm der TSV-Kinderturngruppe "Manesche frei" mit Primaballerina Anna sowie Raubkatzen und Clowns.

Erstmals gab es in Steinberg gleich vier verschiedene Tanzgarden zu bestaunen. Schwungvoll schwangen die Nachwuchs-Tanzmariechen der "kleine Garde" ihre Beine in die Höhe, während Solo-Tanzmariechen Leni mit ihrer hinreißenden Kür bezauberte. Die Besucher durften sich zudem noch an einem synchron ausgeführten Gastauftritt der Landkreis-Minigarde erfreuen.

Ihrem Ruf als "Aushängeschild der Staaberche Fousanocht" machte einmal mehr die große Garde alle Ehre. Starke Konkurrenz bekam sie aber von der Feuerwehr-"Ranzengarde", die für ihren anmutig vorgetragenen Tanz wahre Begeisterungsstürme erntete. Als dann noch der "Böhmische Traum" erklang, hielt es niemanden mehr auf den Plätzen. Es wurde getanzt, geschunkelt und geklatscht. Das stimmungsgeladene Finale läuteten die "Legenden" Mac & Michl, alias Andrea Berg und Roland Kaiser, ein, wobei es für das Publikum endgültig kein Halten mehr gab.

Ehrung für verdiente Faschingsnarren

Durch die von der Vereinsgemeinschaft Steinberg ausgerichteten Abende führten Carina und Alexander Jakob. Mitten drin im Geschehen waren das holde Prinzenpaar, Kevin I. und Isabell I., sowie die dauerdurstigen Elferräte. Das Geleiten der Akteure oblag den Tambourmajoren Sebastian Scherbel und Christian Ebert.

Wieland Beierkuhnlein oblag es als Beiratsmitglied, die Auszeichnung von Christian Engelhardt und Ralf Eidloth mit dem Ehrenorden des fränkischen Fastnachtverbands vorzunehmen. Bereits seit 2006 sind deren Auftritte als Bestandteile des Trios "RMG" Kult.