13 Spieltage lang konnte die SG Teuschnitz/Wickendorf ihre weiße Weste bewahren. Dann kassierte sie die erste und einzige Saisonniederlage in der A-Klasse 5: Der Drittplatzierte FSV Ziegelerden besiegte den souveränen Tabellenführer zu Hause mit 1:0. Ansonsten lief für die SG alles wie am Schnürchen. Mit der zweitbesten Offensive (65 Tore) und der sichersten Abwehr (16 Gegentore) der Liga hat der Vorjahresfünfte zur Winterpause vier Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten TSV Neukenroth II, der zudem ein Spiel mehr ausgetragen hat. Falls die SG die Liga weiter so dominiert, könnte das Saisonziel Aufstieg schon erreicht sein, bevor sie in den letzten beiden Saisonspielen auf ihre zwei Verfolger trifft.

Etwas treffsicherer als der Spitzenreiter zeigte sich der Zweitplatzierte aus Neukenroth (68 Tore), kassierte jedoch zwei Niederlagen mehr als Teuschnitz. Dennoch spielt die "Zweite" - genauso wie die Kreisliga-Mannschaft - eine starke Saison und darf sich Hoffnungen auf den Aufstieg machen.

Das Verfolger-Trio

Drei Mannschaften bilden das Verfolgerfeld dieses Top-Duos. Angeführt wird es vom FSV Ziegelerden, der seit Saisonbeginn oben mitspielt und nach vier Siegen zum Auftakt zwischenzeitlich sogar Tabellenführer war. Das Team präsentiert sich unter seinem neuen Trainer Andre Türkis mit dem Ligaspitzenwert von 26 Zählern besonders zu Hause sehr stark.

Nach oben gekämpft hat sich im Lauf der Saison die SG Neufang II/Birnbaum. Startete sie zunächst durchwachsen, nahm sie vor allem im Herbst Fahrt auf und gewann sieben der letzten acht Spiele vor der Winterpause.

Zwei Punkte dahinter und mit einem Spiel weniger auf dem Konto liegt die SG Lauenstein/Ludwigsstadt II auf Rang 5. Wie schon in der Vorsaison befand sie sich in der Anfangsphase der Spielzeit noch im Tabellenkeller, kletterte aber mit acht Dreiern in Serie nach oben.

Eng gestaffeltes Mittelfeld

Im breiten Mittelfeld der Tabelle hatten sich Teams wie der FC Welitsch (6. Platz), der SV Friesen III (7.) und die SG Nurn/Tschirn (11.) vor Saisonbeginn etwas mehr erhofft. Alle drei wollten sich im oberen Tabellendrittel positionieren. Zu den Top 5 klafft aber bereits eine Lücke von sieben Zählern zwischen der SG Lauenstein und Welitsch, wobei die SG noch ein Spiel weniger ausgetragen hat.

Zwei Mannschaften, die in der Vorsaison noch um den Aufstieg mitspielten, sind in diesem Jahr deutlich abgerutscht. Der SV Knellendorf (12.), Viertplatzierter der vergangenen Spielzeit, holte zu Saisonbeginn noch fünf Punkte aus den ersten vier Partien, blieb in der Folge aber neunmal sieglos und findet sich nun in der unteren Tabellenhälfte wieder. Kurz vor dem Winter sammelte der SVK immerhin vier wichtige Zähler zu Hause gegen Steinberg und die SG Pressig.

Den Vorjahresdritten TSV Ebersdorf hatten im Sommer noch viele als Aufstiegsfavoriten auf dem Zettel, doch die Verantwortlichen stapelten selbst etwas tiefer. "Wir haben unsere Situation zu Saisonbeginn realistisch eingeschätzt und uns war klar, dass wir heuer nicht vorne mitspielen. Drei Spieler der letztjährigen Viererkette fehlen und das merkt man einfach. Wir könnten zwei, drei Plätze weiter oben stehen, aber ganz vorne nicht. Trotz 33 Gegentoren zur Winterpause, während wir im Vergleich nach Ende der vergangenen Serie insgesamt nur 27 zu verzeichnen hatten, liegt das aber nicht nur an der Viererkette", sagte Trainer Stefan Gehring kürzlich gegenüber unserem Partnerportal anpfiff.info.

Verbessert zeigt sich hingegen die SG Steinberg/Gifting II, die fünf der zurückliegenden acht Spiele gewann und mit ihren 21 Punkten schon fast so viele Zähler geholt hat, wie im Vorjahr (22). Als Zehnter ist auch das Ziel einstelliger Tabellenplatz noch greifbar. Auf diesem steht die im Sommer gegründete SG Gehülz (9.), die mit zwölf Punkten aus den ersten sieben Spielen zwar gut startete, in der zweiten Hälfte der Hinrunde ging ihr aber etwas die Luft aus. Auch die SG Seelach/Kronach II peilte mindestens Platz 9 an, steht aber nach 17 Spielen - ähnlich wie in der Vorsaison in der A-Klasse 4 - im unteren Drittel der Tabelle.

Duell um den Ligaverbleib

Um den Klassenerhalt kämpfen die SG Stockheim/Burggrub II (14.) und die SG Pressig/Rothenkirchen/Tettau II (15.), die beide mit argen Personalsorgen zu kämpfen haben. So traten die Pressiger etwa zum Spiel in Lauenstein nur mit acht Akteuren an. Nachdem sich zwei weitere verletzt hatten, musste die Partie zur Halbzeit beim Stand von 0:10 abgebrochen werden.

Zweimal absagen mussten bislang die Stockheimer. Dazu dauerte es 14 Spiele, bis die SG den ersten Saisonsieg feierte. Mit dem 5:2 in Gehülz und dem wichtigen 4:0 in Pressig holte sie vor dem Winter aber wichtige Punkte.

SG Seibelsdorf schnell eingespielt

In der A-Klasse 4 hat sich die im Sommer gegründete SG Seibelsdorf/Höfles-Vogtendorf/ Fischbach II/Großvichtach schnell zusammengefunden und liegt auf dem guten vierten Tabellenplatz. In ihren 17 Partien punktete sie konstant. Einziger Ausreißer nach unten war die 1:13-Niederlage gegen den souveränen Tabellenführer SC Hassenberg, der alle Spiele gewonnen hat und dem höchstens noch der Zweitplatzierte FV Mistelfeld die Meisterschaft streitig machen kann.

SG-Kapitän Sebastian Fuchs zeigte sich gegenüber anpfiff.info durchaus zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf, "weil wir eine komplett neu zusammengestellte Mannschaft sind und uns dennoch schnell einspielen konnten und zu einer funktionierenden Einheit zusammengewachsen sind. Über den Teamgeist und Kampf konnten wir die meisten unserer Spiele richtig gut gestalten, wobei man einige Partien sicherer und klarer gestalten hätte können. Manche Begegnungen haben wir allerdings auch leichtfertig hergegeben."

Hopp oder top heißt es beim ATSV Thonberg, denn eine Punkteteilung gab es bislang nicht. Im Lauf der Saison setzte es jedoch einige hohe Niederlagen, wie etwa gegen Hassenberg (0:7) oder gegen Mistelfeld (1:9). Dank der sieben Siege steht zur Winterpause aber der solide achte Platz zu Buche.

Die SG Schmölz/Theisenort II (12.) ist mit fünf Punkten Rückstand auf Rang 9 hingegen noch ein Stück vom Saisonziel einstelliger Tabellenplatz entfernt. Nach einem guten Start mit zwei Siegen aus drei Spielen musste die SG zehn Partien auf den nächsten Dreier warten und muss deshalb im Frühjahr zunächst in den Rückspiegel blicken, denn zum Schlusslicht FC Schney sind es nur sechs Punkte.