Die Herren des TSV Windheim waren am Wochenende in der Verbandsliga Nordost gleich zweimal gefordert. Gegen den Fünften der Tabelle, DJK Sparta Nürnberg II, waren die Windheimer Außenseiter. Am Schluss hatten sie jedoch sogar den Sieg vor Augen, nahmen aber zumindest einen unerwarteten Punkt mit. Im Anschluss gelang ein ungefährdeter 9:0-Sieg gegen den Vorletzten TV Erlangen II.

Mit diesen drei Punkten haben die TSVler wieder den Kontakt zum Mittelfeld hergestellt, da sie mit 11:13 Punkten jetzt auf einen Punkt an Wackersdorf herangekommen sind, die gegen Tiefenlauter II 8:8 spielten. DJK Sparta Nürnberg II - TSV Windheim 8:8

Nach den Doppeln führten die TSVler mit 2:1, da Stefan Schirmer und Fritz Schröppel mit 3:1 gewannen und Matthias Trebes und Patrick Grosch eine starke Leistung gegen die Rechts-Links-Kombination Makowski/Bshokov hinlegten und mit 3:0 siegten. Wenig zu bestellen hatte anschließend Penga gegen Reiner Kürschner, der kein Konzept gegen die Abwehrkünste fand.

Eine hochklassige Partie lieferten sich Heinlein und Stefan Schirmer, in der beide hohes Risiko gingen, Schirmer aber den längeren Atem hatte und mit 3:1 durchs Ziel ging. Nachdem Fritz Schröppel im Duell der Noppenspieler gegen Fietz in einem von Taktik geprägten Spiel mit 3:1 als Sieger hervorging, stand es 5:1 für den TSV.

Doch Nürnberg schlug zurück. Erst musste sich Matthias Trebes dem druckvollen Spiel von Makowski in drei Sätzen beugen und Armin Raab verpasste es, gegen Boshkov im ersten Durchgang seine drei Satzbälle zu nutzen und unterlag mit 1:3. Als dann auch noch Patrick Grosch eine 2:1- und 8:4-Führung liegen ließ und im Entscheidungssatz hauchdünn mit 11:9 unterlag, war Nürnberg auf 4:5 herangekommen.

Doch das starke vordere Paarkreuz brachte den TSV wieder mit 7:4 in Front. Zwar musste Schirmer den ersten Satz mit 12:14 gegen Penga abgeben, doch dann setzte sich das sichere Angriffsspiel von Schirmer durch und er ließ mit 11:5, 11:9 und 11:6 nichts mehr anbrennen. Ein sehenswertes Spiel lieferte sich Kürschner mit Heinlein. Kürschner führte 2:1, musste im vierten Satz knapp mit 9:11 passen, ehe er im Entscheidungssatz seine ganze Routine ausspielte, spektakuläre Bälle zurückbrachte und mit 11:7 triumphierte.

In der Mitte schlug Nürnberg aber mit zwei Erfolgen zurück. Erst fand Matthias Trebes gegen Fietz nicht zu seinem Spiel (0:3) und Schröppel hatte nach gewonnenem ersten Satz zweimal beim 9:11 Pech gegen Makowski und unterlag nach vier Sätzen. Das 8:6 besorgte Grosch, für den der Angreifer Boshkov wie gemacht war. Mit 11:7, 11:1 und 11:8 erteilte er diesem eine Lektion.

Das Schlussdoppel hatten Heinlein und Penga gegen Schirmer und Schröppel schon gewonnen, so dass die Hoffnungen auf Armin Raab ruhten. Gegen den schwer zu spielenden Hartig war Raab mit 0:2 im Rückstand, glich mit zweimal 11:9 aus und lag im Entscheidungssatz 6:4 in Front. Das Geschehen wogte bis zum 9:9 hin und her, ehe der TSVler zweimal Pech mit seinen Angriffsbällen hatte, die von der Netzkante ins Aus gingen und sich der TSV nach über dreieinhalb Stunden mit einer Punkteteilung zufrieden geben musste.

Ergebnisse: Penga/Heinlein - Kürschner/Raab 3:1, Fietz/Hartig - Schirmer/Schröppel 1:3, Makowski/Boshkov - Trebes/Grosch 0:3, Penga - Kürschner 0:3, Heinlein - Schirmer 1:3, Fietz - Schröppel 1:3, Makowski - Trebes 3:0, Boshkov - Raab 3:1, Hartig - Grosch 3:2, Penga - Schirmer 1:3, Heinlein - Kürschner 2:3, Fietz - Trebes 3:0, Makowski - Schröppel 3:1, Boshkov - Grosch 0:3, Hartig - Raab 3:2, Penga/Heinlein - Schirmer/Schröppel 3:0.

TV Erlangen II - TSV Windheim 0:9

Mit dem unerwarteten Punkt in Nürnberg gingen die TSVler mit breiter Brust ins Match gegen Erlangen. Gegen den Vorletzten waren die zwei Punkte eingeplant, um den Anschluss ans Mittelfeld herzustellen. Und entsprechend motiviert legten sie in den Doppeln los.

Gegen das Spitzendoppel Krause/Schaub hatten Reiner Kürschner und Armin Raab zweieinhalb Sätze lang keinen Auftrag. Doch irgendwie bogen sie den dritten Durchgang noch mit 12:10 um und gewannen auch Satz 4 knapp mit 12:10. Im Entscheidungssatz sahen die Zuschauer dann interessante Ballwechsel. Die Erlangener bekamen zunehmend schwere Arme und die TSVler brachten den Durchgang mit 11:8 unter Dach und Fach. Schirmer und Schröppel bekamen ihren Punkt kampflos wegen einer Verletzung von Bönold. Im dritten Doppel wiederholten Trebes und Grosch ihre tadellose Leistung und siegten 3:1.

Gegen Schaub musste Kürschner im ersten Satz beim 12:10 kämpfen, um die Oberhand zu behalten. Nach gewonnenem zweiten Satz kam Schaub zwar nochmal heran, doch Kürschner ließ sich nicht mehr bezwingen und gewann 3:1. Eine wiederum sehr gute Performance zeigte Schirmer gegen Krause, gegen den er zwar den dritten Satz abgeben musste, letztendlich aber sicher mit 3:1 siegte und ebenso wie Kürschner an diesem Tag ungeschlagen blieb.

Bönold schenkte gegen Schröppel, so dass es bereits 6:0 für den TSV stand. Trebes zeigte sich gegenüber dem Spiel in Nürnberg deutlich verbessert und ließ Schiebold beim deutlichen 3:0 keinerlei Chance. Nachdem Raab Tobias Schumacher mit "Unterschnittblocks" zur Verzweiflung gebracht hatte und mit 3:0 erfolgreich war, blieb es Grosch vorbehalten, nach zwei knappen Sätzen (11:9, 9:11) gegen Bernd Schumacher mit 11:2 und 11:3 den Sack zum in dieser Höhe nie vermuteten 9:0 Erfolg zuzumachen. Ergebnisse: Schaub/Krause - Kürschner/Raab 2:3, Bönold/B. Schumacher - Schirmer/Schröppel 0:3, Schiebold/T. Schumacher - Trebes/Grosch 1:3, Schaub - Kürschner 1:3, Krause - Schirmer 1:3, Bönold - Schröppel 0:3, Schiebold - Trebes 0:3, T. Schumacher - Raab 0:3, B. Schumacher - Grosch 1:3.