In der Kreisklasse 4 kommt es an diesem Wochenende zu einem Kuriosum: Der TSV Windheim und der TSV Gundelsdorf bestreiten Hin- und Rückspiel binnen zwei Tagen. Das ursprünglich für den 9. September angesetzte Hinspiel wurde mehrmals verschoben und nun auf heute Abend verlegt und der Spielplan will es so, dass bereits am Sonntag das Rückspiel in Gundelsdorf ansteht. Die Gundelsdorfer können sich mit zwei Siegen bereits endgültig vom Abstiegskampf verabschieden, während die Windheimer besonders mit dem SV Reitsch weiter um den Relegationsplatz streiten.

In der oberen Tabellenhälfte wurden am vergangenen Spieltag alle Teams ihrer Favoritenrolle gerecht. Einzig die SG Rothenkirchen/Pressig verlor ihre Begegnung beim FC Wacker Haig und damit so langsam den Anschluss auf Platz 2.

Am Sonntag empfängt die SG den Spitzenreiter TSV Steinberg, bei dem sie im Hinspiel noch klar mit 0:3 unterlag. Für die Steinberger um ihren Kapitän Sebastian Scherbel beginnen in Rothenkirchen die entscheidenden Wochen um die Meisterschaft. Der 28-jährige Außenverteidiger erklärt, worauf es dabei ankommen wird.

Herr Scherbel, zu Ihrem Restprogramm gehören gleich vier direkte Duelle um den Aufstieg gegen Rothenkirchen, Steinwiesen, Neukenroth und Hirschfeld. Wie muss Ihre Mannschaft diese Spiele angehen, um sie erfolgreich zu gestalten?

Sebastian Scherbel: Zuerst kommt jetzt Rothenkirchen. Das wird ein schwerer Brocken. Sie sind nicht gerade prickelnd aus der Winterpause gestartet, aber trotzdem müssen wir hundert Prozent geben und ihnen Paroli bieten, so wie jeder Mannschaft. Ich denke, es wird sich in den nächsten zwei Wochen herauskristallisieren, wie es oben aussieht. Aber wenn wir unsere Leistung weiter abliefern und hinten gut stehen, sind wir auf einem guten Weg.

Auswärts schwächelt Ihre Mannschaft etwas. In zehn Spielen holte sie nur 18 Punkte. Zuletzt gab es nur ein 0:0 beim FC Unter-/Oberrodach. Woran liegt das?

Wenn man sich die letzten Jahre des TSV Steinberg anschaut, waren wir immer zu Hause eine absolute Bank. Warum das so ist, kann ich nicht genau sagen. Vielleicht ist es für uns einfach schöner, vor heimischer Kulisse und auf unserem Platz zu spielen. Letztlich müssen wir auswärts trotzdem Punkte holen, vor allem die wichtigen, zum Beispiel gegen Rothenkirchen. Das wird schwierig, aber wenn wir Gas geben und unsere Leistung abrufen, wie schon in der ganzen Saison, bin ich guter Dinge.

Wie schätzen Sie Ihren nächsten Gegner, die SG Rothenkirchen/Pressig, ein?

Wir sind beide mit einem Unentschieden aus der Winterpause gestartet. Bei unserem 0:0 hat uns Unterrodach absolut Paroli geboten und ein richtig gutes Spiel abgeliefert. Jetzt haben wir aber einen Sieg im Rücken und gehen gestärkt nach Rothenkirchen, um ihnen den Schneid abzukaufen. Wir müssen natürlich die Offensive um Philipp Schubert aus dem Spiel nehmen.

Was ist für Sie das interessanteste Spiel an diesem Spieltag?

Das Nachbarderby zwischen Wilhelmsthal und Gifting. Wilhelmsthal ist ebenfalls nicht gut gestartet. Im Heimspiel werden sie die zwei letzten Niederlagen wettmachen wollen. Gifting ist aber eine richtig gute Mannschaft und mit zwei Siegen in die Restrückrunde gestartet. Ich denke, dass Gifting das Spiel machen wird.

Wer ist für Sie der beste Verteidiger der Liga?

Da bin ich bei meinem Mannschaftskollegen Andreas Kraus. Er liefert bei uns schon seit Jahren eine absolut geile Leistung ab. Mit seiner Spritzigkeit und Zweikampfstärke ist er für mich einer der besten Verteidiger und ich bin froh, dass wir ihn in unserer Mannschaft haben. Das Gespräch führte Dominic Buckreus.