So schnell wie möglich will der SV Friesen in den Landesliga-Modus schalten. Nach der ungewöhnlich langen Winterpause mit vier Spielabsagen in Folge sei der Frustfaktor bei allen Beteiligten recht hoch, sagt Trainer Armin Eck. "Wir wissen noch nicht, wo wir stehen", sagt er vor dem Doppelspieltag am Osterwochenende. Und dieser beginnt gleich mit einem Derby: Am Samstag kommt um 16 Uhr der VfL Frohnlach ins Frankenwaldstadion und zwei Tage später gastiert dort die SpVgg Erlangen.

SV Friesen - VfL Frohnlach
Ausgerechnet vor dem Derby hat der Tabellenletzte und von manchen schon abgeschriebene VfL Frohnlach für eine dicke Überraschung gesorgt: Am vergangenen Freitag gewannen die Frohnlacher im Willi-Schillig-Stadion mit 2:0 gegen den haushohen Favoriten SC Feucht. "Die haben damit ein richtiges Ausrufezeichen gesetzt und haben völlig verdient gewonnen. Das zeigt, wie stark sie eigentlich sind", ist Eck beeindruckt von der Leistung des VfL.

Seine Mannschaft hat er auf ein schwieriges Derby eingestellt auf tiefem und holprigen Geläuf. Er weiß natürlich um die Bedeutung des Nachbarschaftsduells und auch, dass der Gegner gerade diese Partie dazu nutzen will, um den letzten Tabellenplatz zu verlassen. "Wir wissen, dass da eine richtig gute Truppe zu uns kommt, die jetzt Lunte gerochen hat."

Schon allein deshalb will er den derzeitigen Tabellenstand des Teams aus dem Landkreis Coburg nicht als Maßstab nehmen, "das haben wir schon in der Vorrunde gemerkt". Damals ging der SV mit einem 0:3 als Verlierer vom Platz.

Etwas dünn ist für das Spiel auch die Personaldecke. Einige Spieler sind bei der zweiten Mannschaft im Einsatz, die in der Kreisliga parallel beim SCW Obermain antritt. Niklas Wiebach ist beruflich verhindert, Philipp Schubert und Nikolai Altwasser aus privaten Gründen. Dazu hat sich Stürmer Benedikt Queck am Sprunggelenk verletzt.
SV Friesen - SpVgg Erlangen
Im Montagsspiel um 15 Uhr hofft Eck, dass sich die personelle Situation etwas entspannen wird. So weit vorausschauen möchte er aber eigentlich noch nicht: "Für mich zählt erst mal nur Frohnlach, weil das schwer genug wird. Ich sehe diese beiden Spiele nicht in Kombination."

Die SpVgg Erlangen (17.) hat er sich vor drei Wochen bei der 0:2-Niederlage beim FC Lichtenfels dennoch schon mal angeschaut. Dort hat er eine körperlich robuste und aufopferungsvoll kämpfende Mannschaft erlebt. "Sie haben in Lichtenfels unglücklich verloren und wollen jetzt auch den letzten Strohhalm packen", resümiert der Trainer.

Er erwartet einen kompakt stehenden Gegner, der vor allem bei Standards gefährlich ist. Dazu haben die Erlanger mit Dominik Baier einen "richtig guten Strategen" im Mittelfeld und suchen in der Offensive meist Stürmer Yannik Diederichs. "Er ist das Zentrum des Anspiels und kann die Bälle gut festmachen", weiß Eck.

Nach diesen beiden Duellen mit den zwei untersten Mannschaften der Tabelle muss der SV Friesen am Samstag, 7. April, um 16 Uhr beim aktuellen Tabellenführer ATSV Erlangen antreten.
SV Friesen: Kirschbauer - Rödel, Civelek, Daumann, Firnschild, Haaf, Lindner, Nützel, Scholz, Sesselmann, Baier, Gehring. Es fehlen: Wiebach (beruflich), Schubert, Altwasser (beide privat), Brandt, Schütz, Roger (alle verletzt).