So spät wie selten zuvor ist die Hinrunde der A-Klassen zu Ende gegangen. Abgeschlossen ist sie aber noch lange nicht, denn es stehen insgesamt 14 Nachholspiele auf dem Programm. Sie sollen mit einer Ausnahme noch heuer über die Bühne gehen.

Erstmals müssen nach dieser Serie auch Mannschaften in die künftigen B-Klassen absteigen. Dies trifft die Vereine, die auf einem der letzten vier Plätze liegen. Wäre die Saison jetzt schon beendet, dann würde es Teams wie den TSV Tettau, den SV Wickendorf oder den DJK/SV Zeyern-Roßlach treffen.

Was die Meisterschaft betrifft, haben sich einige Titelfavoriten schon herauskristallisiert. Vier Mannschaften sind noch ungeschlagen. Neu ist in dieser Saison, dass insgesamt sieben Mannschaften aus dem bisherigen Spielkreis Coburg/ Lichtenfels im Landkreis Kronach eingeteilt sind. Dafür spielt mit dem VfR Johannisthal II ein heimisches Team in der A-Klasse 2 Coburg, und das als Tabellenführer sehr erfolgreich.

A-Klasse 1

Mit zwölf Siegen aus 13 Spielen ist der ATSV Gehülz (36 Punkte) auf dem Weg in Richtung Meistertitel. Den Tabellenführer hatte vor der Saison so gut wie niemand auf der Rechnung, aber die Verantwortlichen waren trotzdem sehr optimistisch (Ziel: Platz 1 bis 3). Die einzige Niederlage gab es daheim gegen den ATSV Thonberg.
Mit fünf Punkten Rückstand folgt der FC Altenkunstadt/ Woffendorf (31), der mit Sebastian Hopfenmüller auch den im Moment besten Torschützen stellt. Die Tabelle hat aber nur eine eingeschränkte Aussagekraft, denn der SV Knellendorf (23) hat zwei Spiele weniger ausgetragen, kann den Rückstand zum Rangzweiten also bis auf zwei Zähler verkürzen. Das ist aber keinesfalls selbstverständlich, denn dabei geht es gegen die SG Horb (4.) und den SV Seelach (5.).

Zwei Absteiger dürften mit dem SSV Oberlangenstadt II und der SG Schmölz/Theisenort bereits feststehen. Auf den anderen beiden Abstiegsplätzen liegen der FC Redwitz II und der DJK/SV Zeyern-Roßlach, die vier beziehungsweise fünf Punkte Rückstand haben.

A-Klasse 2

Der Kampf um den Meistertitel verspricht sehr spannend zu werden, obwohl den Tabellenführer TSV Wilhelmsthal (33 Punkte) elf Punkte vom Dritten (SV Buchbach) und Vierten (TSV Teuschnitz) trennen. Das liegt aber auch daran, dass die Buchbacher mit drei Spielen in Rückstand sind. Mindestens eines davon wird erst nach der Winterpause ausgetragen.

Die Platzierung der Wilhelmsthaler und der Buchbacher überrascht nicht, denn beide Teams wurden vor der Saison hoch gehandelt. Diesem Anspruch wurde dagegen zum Beispiel der TSV Steinberg II nicht ganz gerecht. Dafür liegt mit dem FC Welitsch eine Mannschaft auf Platz 2, die niemand auf der Rechnung hatte.
Da die Topspiele überwiegend mit einem Remis endeten, sind die ersten drei in der Tabelle noch ungeschlagen. Selbst der TSV Teuschnitz hat noch gute Chancen, auch wenn der Rückstand zum TSV Wilhelmsthal groß ist.
Mit der SG Kehlbach dürfte ein Absteiger fest stehen. Dagegen war der SV Nurn, dem drei Punkte abgezogen worden ist, zuletzt im Aufwind. Die Nurner hoffen ebenso wie der TSV Tettau und der SV Wickendorf, die Abstiegsplätze noch verlassen zu können.

A-Klasse 3

Nicht die am höchsten eingeschätzte SG Nordhalben liegt auf Titelkurs, sondern die SG Pressig, die seit dieser Saison eine Spielgemeinschaft mit dem SV Rothenkirchen II bildet. Bei zwölf Siegen und einem Remis ist die Truppe von Stefan Böhnlein noch ungeschlagen und führt mit sieben beziehungsweise acht Punkten Vorsprung vor der SG Birnbaum (mit Neufang II) und der SG Nordhalben (mit Wolfers-/Neuengrün II). Beide Verfolger haben aber ein Spiel weniger ausgetragen.

Die Tabellenführung der Pressiger ist hochverdient, denn sie haben nicht nur die beste Bilanz aller A-Klassisten, sondern auch das mit Abstand beste Torverhältnis (94:7). In der Torschützenliste führen drei Pressiger das Klassement an.

Im Kampf gegen den Abstieg dürfte es für die SG Gifting, den SV Fischbach II und den FSV Ziegelerden II schwer werden. Dagegen hat der TSV Steinberg III nur drei Punkte Rückstand auf die SG Haig/Gundelsdorf, kann also noch auf den Klassenerhalt hoffen.