Am Donnerstag kann Armin Eck das Desaster vom vergangenen Samstag schon wieder mit etwas Humor nehmen. "Es hat sechs Tage gedauert, dieses Spiel zu verarbeiten", sagt er über eines der anstrengendsten Spiele seiner Trainerkarriere. Das 1:5 gegen den abgeschlagenen

Tabellenvorletzten SpVgg Selbitz war die höchste Pleite für den SV Friesen in dieser Spielzeit der Landesliga Nordost. "Es kam einfach alles zusammen: Individuelle Fehler, horrende Ballverluste und die Rote Karte für Andi Baier."

Eigentlich wollte die Eck-Elf gegen Selbitz einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. Stattdessen steckt sie nun wieder mittendrin im Abstiegskampf. Heute haben die Friesener ein weiteres Kellerduell beim Baiersdorfer SV vor Augen (19 Uhr).

Baiersdorfer SV (16./21) - SV Friesen (12./31)

In der Trainingswoche hat Eck das Selbitz-Spiel mit seiner Mannschaft ausgiebig analysiert und viele Gespräche geführt. Er hofft auf den Lerneffekt seiner noch jungen Mannschaft, deren Unerfahrenheit sich gerade in dieser Partie besonders stark bemerkbar gemacht habe. Aber jetzt ist er sich sicher: "Es ist jedem Spieler bewusst, was das für ein Auftritt war. Mittlerweile sind wir darüber hinweg und haben das verarbeitet. Wir sind nun auch ein bisschen trotzig und wollen zeigen, dass das nicht das Gesicht war, das die Friesener Mannschaft verkörpert."

Die Baiersdorfer befinden sich derzeit in einer ähnlichen Situation wie die Selbitzer. Ein Pünktchen beträgt die Ausbeute nach der Winterpause (0:0 gegen die SpVgg Selbitz). Schlagen konnte der SV in dieser Saison nur je zweimal Sonnefeld und Großschwarzenlohe, sowie am zweiten Spieltag den FC Lichtenfels. Ansonsten präsentiert sich das Team von Trainer Thomas Luckner, das sich in der vergangenen Saison mit Platz 13 gerade noch in der Liga hielt, harmlos. Nach Sonnefeld stellen die Mittelfranken die schwächste Offensive der Liga. Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt sieben Punkte, wobei Baiersdorf ein Spiel weniger ausgetragen hat als der Tabellen-14. Großschwarzenlohe.

"Das wird ein hochbrisantes Spiel. Für Baiersdorf ist es vielleicht die letzte Chance. Sie haben einen immens großen Kader durch ihre exzellente Jugendarbeit", sagt Eck. Dessen Kader wird nach der Rotsperre für Andreas Baier wieder etwas dünner. Dazu fällt auch Max Schülein verletzt aus. SV Friesen: Wolf/Kirschbauer - Söllner, Altwasser, Kunz, Lindner, Sesselmann, Daumann, Firnschild, Brandt, Rödel, Nützel, Kemnitzer, J. Fischer, Fa. Müller. Es fehlen: Baier (gesperrt), Fe. Müller (verhindert), Gehring (beruflich), Aust, Schütz, Roger, Bauerschmidt, Münch, Schülein (alle verletzt).