Der SV Friesen (12. Platz/ 5 Punkte) kann wieder etwas aufatmen. Dank des späten Siegtreffers von Neuzugang Max Schülein im Mittwochsspiel gegen den SC Großschwarzenlohe (1:0) haben die Friesener den ersten Dreier der Saison eingefahren. Heute um 16 Uhr sollen die nächsten drei Punkte folgen im Derby gegen den FC Lichtenfels, der auf zwei ganz wichtige Spieler verzichten muss.

FC Lichtenfels - SV Friesen
Armin Eck, der Trainer des SV Friesen, kann nach dem ersehnten ersten Saisonsieg endlich aufatmen. "Ich bin froh, dass wir die drei Punkte hochverdient geholt haben", sagt er. Eck bemängelt aber, dass er trotz der vielen guten Torchancen gegen den Aufsteiger zu lange auf den Siegtreffer warten musste: "Die mangelnde Chancenverwertung hat sich leider fortgesetzt. Aber ich hoffe, dass wir jetzt insgesamt ein bisschen lockerer im Spiel werden."

Beim Gegner aus Lichtenfels (8./9 ) hat sich derweil die Personalsituation noch einmal verschlechtert. Die Knieverletzung von Mariusz Jankowiak aus dem Spiel gegen den TSV Buch hat sich als Kreuzbandriss herausgestellt und der dreifache Torschütze Maximilian Pfadenhauer wird mit einer Platzwunde ausfallen.

Für Eck jedoch kein Grund zum Jubeln: "Lichtenfels ist sehr heimstark und verfügt über einen sehr gut besetzten Kader. Sie haben genügend Möglichkeiten, um auf den Offensivpositionen nachzulegen. Diese Möglichkeiten haben nicht viele Vereine", warnt der Coach.

Bei den Lichtenfelsern sah es am Mittwoch bei der 1:3-Niederlage gegen den FC Herzogenaurach zunächst nicht unbedingt nach der zweiten Saisonpleite aus. Schnell führten die Korbstädter mit 1:0, ehe sie in der Folge den Vorsprung gegen den aggressiven Gastgeber nicht halten konnten und verloren.

"Lichtenfels hat viele körperlich starke Spieler und viel Schnelligkeit im Sturm", sagt der Friesener Trainer. In der vergangenen Saison habe sein Team beim 2:2 in Lichtenfels eine gute Partie gezeigt und etwas unglücklich nur einen Punkt geholt.

FCL-Coach Alexander Grau geht erneut von einem spannenden Spiel aus: "Ich sehe uns grundsätzlich gegen keinen Gegner in dieser enorm starken Liga als Favoriten. Das zeigen auch die bisherigen ligaweiten Ergebnisse. Das wird eine Partie auf Augenhöhe, die die Mannschaft gewinnt, die das Spiel des Gegners am besten unterbinden kann."

Ähnlich sieht es sein Gegenüber: "Wenn wir den Rückenwind mitnehmen, dann können wir etwas holen. Aber ich denke, dass die Tagesform entscheidend sein wird."

Eck muss im Derby möglicherweise auf zwei Spieler verzichten. Marcel Münch hat Probleme mit dem Hüftgelenk, eine Verletzung aus dem Mittwochsspiel. Und Andreas Baier hat seine Mittelfußverletzung aus dem Spiel in Bamberg noch nicht ganz auskuriert. dob/berg
FC Lichtenfels: Köster, Kraus - Hellmuth, Wige, Schardt, Scholz, Geldner, L. Dietz, Schunke, Schaller, Graf, Mahr, L. Jankowiak, Aumüller, Wagner, Mex. Es fehlen: Pfadenhauer, M. Jankowiak (beide verletzt).
SV Friesen: Bauerschmidt, Kirschbauer - Roger, Sesselmann. Kunz, Lindner, Nützel, Schülein, Daumann, Firnschild, Brandt, Rödel, Tögel, Söllner, Stumpf. Fraglich: Münch, Baier (beide verletzt).

FC Coburg - SV Memmelsdorf
Im fünften Versuch schickt sich der mit einer Begegnung im Rückstand befindliche FC Coburg (15./2) im Oberfranken-Klassiker SV Memmelsdorf (9./8) am heutigen Samstag um 16 Uhr im Dr.-Stocke-Stadion an, seine Tor- und Punkteflaute über Bord zu werfen. Das dürfte allerdings kein leichtes Unterfangen werden. Die Gäste schossen bislang aus allen Rohren. Mit Dominik Sperlein (ehemals Schütz), der es bereits auf acht Treffer brachte, und Alassane Kane verfügen sie über zwei in starker Verfassung befindliche Scharfschützen. Für den FCC kam der Ausfall ihrer Mittwochspartie beim Baiersdorfer SV nicht ungelegen. Ihr Goalgetter Tevin McCullough, der zweimal wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel gefehlt hatte und vermisst wurde, ist wieder mit von der Partie.
TSV Sonnefeld - TSV Buch
Nicht unerwartet steht der TSV Sonnefeld nach fünf Spieltagen auf dem letzten Tabellenplatz der Landesliga Nordost. Die nackten Zahlen (ein Punkt, Torverhältnis 2:24) verheißen nichts Gutes, aber noch ist das untere Tabellendrittel dicht beisammen.

Das Heimspiel gegen den TSV Buch am Sonntag (15 Uhr) ist für die Mannschaft von Heiko Schröder richtungsweisend. Ein Sieg gegen den Tabellen-16. (zwei Remis, drei Niederlagen) wäre der dringend benötigte Brustlöser, um die Konkurrenz nicht frühzeitig enteilen zu lassen. red