Es wäre schon etwas mehr drin gewesen für den FC Mitwitz in den ersten 21 Partien der Bezirksliga West, findet Spielleiter Harald Weißbrodt. Mit acht Punkten mehr hätte sein Team an die Tabellenspitze heranschnuppern können. So steht der FCM in der Winterpause mit seinen 34 Punkten aber auf Rang 6, der Relegationsplatz 2 ist mit neun Punkten Rückstand zu weit entfernt.

Diese acht Zähler, die Weißbrodt fest einkalkuliert hatte, ließen die Steinachtaler seiner Einschätzung nach in drei bestimmten Spielen unnötig liegen: Die beiden Begegnungen gegen die SpVgg Ebing (0:3 und 0:1) und das Heimspiel gegen den SV Würgau (0:0). "Wir zeigen immer zwei Gesichter. Uns fehlt einfach die Konstanz", moniert Weißbrodt.

"Wir sind nicht imstande, ein Spiel selbst zu machen und tun uns deshalb schwer gegen Mannschaften, die sehr defensiv und tief stehen. Unser Spiel ist hauptsächlich auf Konter aufgebaut über unsere schnellen Außen Fröba und Kleylein." An diesem Punkt würde der Spielleiter künftig am liebsten ansetzen. "Wir müssen uns im spielerischen Bereich verbessern und schauen, dass wir ein Spiel auch mal selbst in die Hand nehmen und vielleicht auch mal im System etwas variieren."

Trotz dieser ärgerlichen Punktverluste ist Weißbrodt jedoch zufrieden mit dem Saisonverlauf. Der Abstand auf die Abstiegszone ist mit zehn Punkten komfortabel. Das Saisonziel Platz 3 bis 5 noch erreichbar. "Wir haben einen ziemlich kleinen Kader mit 15 Mann, da uns Max Mayer und Max Schülein zu Saisonbeginn kurzfristig verlassen haben. Aber wir sind von großen Verletzungen oder langen Sperren verschont geblieben. Alle haben an einem Strang gezogen und wir stehen da, wo wir stehen wollen."

Stark gegen Schammelsdorf

Zumal die Mitwitzer auch das ein oder andere Ausrufezeichen gesetzt haben. Etwa die beiden Siege gegen den Tabellenzweiten TSV Schammelsdorf (2:0 und 1:0). Von den bisher nur vier Pleiten kassierte das Team aus dem Kreis Bamberg zwei gegen Mitwitz. "Schammelsdorf war zweimal chancenlos. Da waren wir fehlerfrei. Einzig in den Spielen gegen Frohnlach waren wir in dieser Saison klar unterlegen. Aber das ist eben eine ganz andere Kategorie", sagt Weißbrodt.

Das Gesicht der Mannschaft wird sich über den Winter nicht verändern, weder Zu- noch Abgänge sind in Sicht. Dafür will Markus Angermüller nach überstandenem Kreuzbandriss und langer Zwangspause im Frühjahr sein Comeback geben.

Doch der Spielleiter macht sich derweil bereits Gedanken über die kommende Saison. "Unsere Mannschaft wird langsam immer älter und wir bemühen uns, sie mit vier bis fünf jungen, talentierten Spielern aus der Region aufzurüsten." Eine erste Entscheidung über den Sommer hinaus ist bereits gefallen. Spielertrainer Johannes Müller, der seit langem immer wieder mit Knieproblemen zu kämpfen hat, hat seinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert.

Trainingslager in Tschechien

Den Feinschliff für die verbleibenden neun Saisonspiele will sich der FCM im Trainingslager holen. Anfang März reist die Truppe wie schon im vergangenen Jahr für eine Woche ins tschechische Sokolov.

Die Lage der Liga ist für Weißbrodt bereits im Winter klar. Dem VfL Frohnlach und dem TSV Schammelsdorf traut er den Aufstieg zu. "Aber auch Ebersdorf hat sich mit Andreas Böhnlein vom ASV Kleintettau gut verstärkt und könnte noch einmal angreifen, wenn Frohnlach und Schammelsdorf schwächeln." Vom Team aus dem Norden des Kronacher Landkreises zeigt er sich hingegen enttäuscht: "Es war klar, dass es schwer wird für Kleintettau, aber dass sie jetzt noch nicht mal ein Spiel gewonnen haben, hätte ich nicht gedacht." Entsprechend sieht er den ASV zusammen mit Würgau als Abstiegskandidaten.

Der FC Mitwitz in Zahlen

Aktuelle Bilanz:

34 Punkte, 40:35 Tore, Platz 6; 10 Siege, 4 Unentschieden, 7 Niederlagen.

Meiste Einsätze:

Carsten Engel (21), Jan Winterstein (21), Florian Maurer (20), Marc Hofmann (20), Lukas Fröba (20).

Beste Torschützen:

Lukas Riedel (8), Kevin Kleylein (6), Luis Langbein (5), Florian Maurer (5).