Das erste Aufeinandertreffen in der Rückrunde der Bezirksliga West mit einem Vertreter aus dem Landkreis Coburg war kein Augenschmaus für die Zuschauer. Am vergangenen Samstag trennte sich der FC Mitwitz mit einem torlosen Remis vom TSV Sonnefeld.

Der Sportliche Leiter des FCM, Harald Weißbrodt, hatte sich vor dem direkten Aufeinandertreffen im Abstiegskampf mehr erhofft: "Wir haben kurz vor der Halbzeit eine unnötige Gelb-Rote Karte bekommen. Danach hatte Sonnefeld zwar etwas mehr Spielanteile, aber wir standen gut und haben nichts anbrennen lassen. Dafür war unser Spielaufbau zu langsam und die Sonnefelder haben Niklas Arm gut aus dem Spiel genommen. Mit einem Mann weniger kann man mit dem Punkt am Ende noch zufrieden sein."

Immerhin blieb damit der Drei-Punkte-Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz bestehen. Bis zum Winter soll das auch mindestens so bleiben. Im nun zweiten Nachbarderby in Folge sind die Mitwitzer jedoch krasser Außenseiter. Am Sonntag gastieren die Steinachtaler um 14 Uhr beim Tabellenführer SC Sylvia Ebersdorf. SC Sylvia Ebersdorf (1./39) -FC Mitwitz (12./18)

Die Sylvianer sind derzeit in einer starken Verfassung. Sie gewannen nicht nur die letzten acht Spiele in Folge, sondern blieben dabei auch sechsmal ohne Gegentor (Torverhältnis 26:2). "Sie haben im Moment einen Top-Lauf. Mit Maximilan Tranziska haben sie sich vor allem hinten stabilisiert und lassen fast nichts mehr zu", sagt Weißbrodt.

Vor allem die mit nur 16 Gegentoren stabilste Defensive der Liga könnte die offensivschwachen Mitwitzer vor Probleme stellen. Hoffnung gibt den Mitwitzern die jüngste Vergangenheit: Von den drei Begegnungen seit dem Ebersdorfer Aufstieg konnten die Sylvianer keines gewinnen. "Wir haben schon im Hinspiel ein verdientest Unentschieden geholt", blickt Weißbrodt zurück.

"Wir müssen ihnen offensiv den Zahn ziehen, aggressiv und mit hohem Pressing spielen. Wir dürfen möglichst lange kein Gegentor bekommen, dann werden sie vielleicht auch etwas nervös", hofft der Spielleiter, dessen Mannschaft um die angeschlagenen Mario Totzauer und Moritz Büttner bangen muss. SC Sylvia Ebersdorf: U. Knauer/Schoppel - Engelmann, Heidenreich, Pechtold, Pawellek, Tranziska, Autsch, Dalke, Özer, Peker, Pöche, Thiel, Böhnlein, Knoch. FC Mitwitz: Winterstein/Sünkel - C. Müller, Hofmann, Engel, Parchent, Totzauer (?), Föhrweiser, Vetter, Schmidt, Weiß, Arm, Gentzsch, Sachs, Amasyali, Büttner (?), D. Fischer.