Der ASV Kleintettau hat in der vergangenen Woche ordentlich Selbstvertrauen getankt und vor allem eine starke Moral gezeigt, als er zu Hause gegen den TSV Meeder einen 1:2-Rückstand mit nur acht Spielern in der Schlussphase noch ausglich. Beides wird auch im Auswärtsspiel der Bezirksliga West beim SV Merkendorf (Sonntag, 14 Uhr) notwendig sein, um dort zu bestehen.

Der FC Mitwitz hingegen gab im Spiel bei der SpVgg Ebing den fast schon sicher geglaubten Punkt in der Nachspielzeit noch aus der Hand und steht nach zwei Niederlagen in Folge etwas unter Zugzwang, wenn am Samstag um 14 Uhr der TSV Marktzeuln im Steinachtal gastiert. FC Mitwitz - TSV Marktzeuln Der Mitwitzer Spielertrainer Johannes Müller hadert vor allem mit der Chancenverwertung seiner Mannschaft bei der zweiten Saisonniederlage gegen das Kellerkind aus Ebing. "Wir haben gegen Ebing sehr sehr bitter verloren. Vorne die vielen Torchancen liegen lassen, hinten eine Chance in der zweiten Halbzeit zugelassen", resümiert er die 0:1-Auswärtsniederlage bei der Spielvereinigung, die damit gleichzeitig ihren ersten Sieg im ersten Spiel unter Neu-Trainer Thomas Mutors feierte.

Auf ein solches Erfolgserlebnis wartet der TSV Marktzeuln (12.Platz/21 Punkte) seit fünf Wochen. Entsprechend ging es für den Absteiger zuletzt steil bergab in der Tabelle. "Wir hatten in der Saison schon zwei Mal das Vergnügen, gegen sie zu spielen und kennen ihre Stärken und Schwächen. Diese wollen wir nutzen um die Punkte zu Hause zu lassen", sagt Müller.

Beim ersten Aufeinandertreffen ging seine Mannschaft in der Liga noch mit 1:4 unter, zeigte aber nur zwei Tage später im Kreispokal-Halbfinale ein anderes Gesicht und gewann mit 4:0. "Sie haben eine sehr willige Mannschaft und auch viele gute Kicker dabei." Beim FCM (7./28) kehren Christoph Müller und Kevin Kleylein von ihren Rotsperren wieder in die Mannschaft zurück. dob FC Mitwitz: Winterstein/Braunersreuther - Schmidt, Riedel, S. Müller, Engel, Hofmann, Kleylein, Fröba, C. Müller, Maurer, Gentzsch, Langbein, Wrycziel, Büttner, Föhrweiser.

SV Merkendorf - ASV Kleintettau

Der ASV Kleintettau (18./4) kann in dieser Saison scheinbar nur Spektakel. Ein weiteres Beispiel war das 2:2 im Heimspiel gegen den TSV Meeder. "Nachdem wir nach einer Viertelstunde nur noch zehn Mann waren, hatten wir das Spiel aus meiner Sicht absolut im Griff und konnten auch verdient in Führung gehen", erinnert sich ASV-Trainer Marco D'Antimi. Dennoch kassierte sein Team noch vor der Halbzeitpause den Ausgleich, hatte danach aber weiter die besseren Möglichkeiten. Das blieb auch nach dem zweiten Platzverweis so, sagt der Coach. "Nachdem dann der dritte Spieler auch noch vom Platz musste, habe ich eigentlich nicht mehr an einen Punktgewinn geglaubt, wobei der TSV Meeder uns auch da spielerisch nicht überlegen war. Und somit belohnte sich meine Mannschaft für ihre Aufopferung mit einem Traumtor zum 2:2."

Zeigt seine Mannschaft diesen Kampfgeist auch im Spiel beim Tabellendritten aus Merkendorf (33 Punkte), könnte für Kleintettau eine Überraschung drin sein. Schließlich präsentierte sich das Team aus dem Landkreis Bamberg in den vergangenen Wochen nicht gerade stabil und kassierte gerade gegen die Teams aus dem Tabellenkeller bittere Pleiten. So geschehen vor zwei Wochen gegen den SV Würgau (2:3) und zwei Wochen zuvor beim FC Oberhaid (0:2).

Und auch schon im Hinspiel trotzte der ASV den Merkendorfern einen Punkt ab, wobei der Aufsteiger damals erst in der Nachspielzeit den möglichen ersten Saisonsieg aus der Hand gegeben hatte (2:2). "In Merkendorf werden wir wieder versuchen, wie in den letzten beiden Wochen, eine geschlossene Mannschaftsleistung zu zeigen, um vielleicht auch mal für eine kleine Überraschung zu sorgen", sagt D'Antimi. dob ASV Kleintettau: M. Fröba - Pflügner, Jungkunz, Ciesielski, Nguyen, Martin, Wisniewski, Wagner, Kostewicz, Böhnlein, Gassama, Großmann, Lukaszewski, N. Fröba, Schindhelm.

TSV Meeder - VfL Frohnlach Alles andere als ein Sieg des Tabellenführers wäre eine Überraschung. Doch so einfach wird das nicht werden, denn die Frohnlacher (1./43) haben enorme Personalprobleme und können nach den Worten von Spielertrainer Bastian Renk nur mit Ach und Krach elf gesunde Spieler auf die Beine stellen. Der eine oder andere davon läuft sogar angeschlagen auf.

Yannik Teuchert hat sich gegen Oberhaid letzte Woche schwer verletzt und wird dem Team mindestens zwei Monate fehlen. Fehlen werden außerdem Rödel, Beetz, Torwart Jauch, der gesperrte Tayfun Özdemir und sein Bruder Emir. Ob die angeschlagenen Oppel, Hartmann und Renk auflaufen können, entscheidet sich erst kurz vor Spielbeginn. Aber der TSV Meeder (9./26) hat seit Wochen mit Personalsorgen zu kämpfen. oph VfL Frohnlach: Pfister - Rebhan, Simitci, E. Sener, Weinreich, Renk, Beetz, Pflaum, Friedlein, Teuchert, Lauerbach, Hartmann, E. Özdemir, Oppel, Aydin, Graf. Es fehlen: T. Özdemir (gesperrt), Friedlein (beruflich verhindert), Rödel, Jauch (beide verletzt).