Obwohl die Hausherren des FC Nordhalben bei der vorhergehenden Begegnung mit dem Gewinn aller drei Doppel in die Partie gestartet waren, hat Spielertrainer Reiner Kürschner gegen Untersiemau alle drei Doppel neu zusammengestellt. Die Umstellung schien keine Auswirkungen zu haben, denn sowohl er selbst zusammen mit Fuhrmann als auch Haumer und Ackermann sorgten für eine 2:0-Führung. Erwähnenswert ist dabei, dass die Formation Haumer/Ackermann nach bisher sieben gemeinsamen Auftritten stets als Verlierer von der Platte ging und nun erstmals siegreich war. Völlig indisponiert agierte allerdings das Doppel Eberhardt/Tomaschko, so dass eine verdiente Niederlage die Folge war.
Im ersten Tageseinzel hatte Kürschner relativ wenig Mühe, um Oliver Kobinski in Schach zu halten (11:5, 11:3, 11:5). Wesentlich spannender war da das Match zwischen Pavel Krol und Ingo Haumer. Haumer schien nach dem 1:2-Rückstand seinen Vorrundensieg nicht wiederholen zu können. Auch als er zum 2:2-Ausgleich kam, befand sich sein Kontrahent im Entscheidungssatz nach der 9:6-Führung auf der Siegerstraße. Doch mit seinem druckvollen Angriffsspiel erkämpfte Haumer das 9:9 und behielt schließlich die Nerven (7:11, 11:8, 9:11, 11:7, 11:9).
Rolf Eberhardt bekam gegen Christian Hermann lediglich im dritten Durchgang etwas Probleme, als er seine Führung leichtsinnig vergab und beim 9:10 vor dem Satzverlust stand. Doch dann war Eberhardt hellwach und machte seinen 20. Einzelsieg perfekt (11:7, 11:3, 12:10). Überhaupt nicht zurecht mit der Spielweise des Abwehrstrategen Günter Fuhrmann kam Thomas Bürger (11:6, 11:2, 11:3). Ähnlich verlief das Treffen zwischen Friedel Tomaschko und Josef Skipor (11:2, 11:6, 11:7).
Erst nach dem 7:1-Zwischenstand kam Untersiemau zum ersten und zugleich einzigen Einzelsieg des Abend. Der in der Rückrunde noch ungeschlagene Heiko Dümmler hatte gegen Rene Ackermann zumeist die bessere Antwort und gewann verdient. Die nächste Niederlage schien sich für Nordhalben anzubahnen, da Kürschner im ersten Durchgang von Pavel Krol nach allen Regeln der Kunst auseinander genommen wurde (4:11). Doch dann meldete sich der FC-Spielertrainer eindrucksvoll zurück und brachte seinen Gegner zum Verzweifeln (11:6, 11:3, 11:7). Parallel dazu musste Ingo Haumer im zweiten und dritten Satz gegen Kobinski zwar etwas bangen, doch aus der Bahn ließ er sich dennoch nicht werfen und machte den Gesamterfolg perfekt (11:7, 13:11, 14:12).