Es ist keines jener klassischen Nachbarderbys, und es trifft auch "nur" der Rangvierte auf den Vorletzten. Aber für den SV Gifting ist das anstehende Spiel gegen den SV Steinwiesen doch etwas Besonderes, auch wenn das vermutlich kaum jemand weiß: Am Sonntag spielen die Giftinger zum 500. Mal in der Kronacher Kreisklasse um Punkte.
Für die Mannschaft von Spielertrainer Marcus Buckreus ist es die 18. Saison in dieser Liga, für den Gast aus Steinwiesen dagegen erst die neunte. In der "ewigen Tabelle" der Kreisklasse belegten die Giftinger nach Abschluss der Saison 2015/16 mit 815 Punkten den 14. Platz.


Platz 12 in Sichtweite

Mittlerweile haben sie schon den TSV Ebersdorf überholt, und sie werden vermutlich bis zur Winterpause auch den TSV Ludwigsstadt hinter sich lassen und auf Platz 12 vorrücken. Der Sprung in die "Top ten" ist frühestens im Frühjahr 2018 möglich, wenn sie ähnlich erfolgreich sind wie in der letzten Serie und nicht in die Kreisliga aufsteigen.
Die "ewige Tabelle" wurde seit der Saison 1954/55 errechnet, als die damalige B-Klasse erstmals eingleisig spielte. Bis dahin war sie in zwei Gruppen aufgeteilt. Bis zur Serie 1994/95 gab es für einen Sieg bekanntlich zwei Punkte; seitdem sind es drei. Daher wurden die in diesen 41 Jahren erzielten Siege und Unentschieden auf die 3-Punkte-Wertung umgerechnet.


SV Fischbach ist die Nummer 1

Demnach liegt der SV Fischbach im Moment deutlich vorne, und daran dürfte sich in den nächsten Jahren auch nichts ändern. Die Fischbacher lösten vor zwei Jahren den TSV Teuschnitz auf Platz 1 ab und haben es bislang in 34 Serien in der Kreisklasse auf 1383 Punkte gebracht, 83 mehr als die Teuschnitzer. Knapp dahinter folgt der ATSV Thonberg (1285).
Da sowohl die Teuschnitzer als auch die Thonberger in der A-Klasse spielen und eine Rückkehr in die Kreisklasse derzeit nicht zu erwarten ist, können beide Vereine dem SV Fischbach auch die führende Position nicht streitig machen. Dieser kann - zumindest in dieser Saison - seinen Vorsprung aber auch nicht ausbauen, denn er musste in die Kreisklasse 2 Lichtenfels eingeteilt werden.
Immerhin vier Vereine aus den "Top ten" spielen auch in dieser Serie in der Kreisklasse 4 (also Kronach). Dies sind der FC Wacker Haig auf Platz 4, der TSV Windheim (6.), der FC Burggrub (7.) und der FC Hirschfeld (8.). An der Position der Wackeraner wird sich wohl nichts ändern, während die Windheimer den ATSV Gehülz schon überholt haben. Nicht ausgeschlossen ist, dass die Burggruber und die Hirschfelder die Plätze tauschen. Sie lagen nach der letzten Serie nur acht Punkte auseinander.


SV Friesen dreimal dabei

68 Mannschaften sind in der "ewigen Tabelle" aufgeführt, wobei der SV Friesen mit drei Teams, der ASV Kleintettau, FC Mitwitz, TSV Neukenroth, SV Rothenkirchen und TSV Steinberg II mit zwei Teams vertreten sind. Beim FC Kronach und SV Neuses sind nur die jeweiligen Reserven aufgeführt. Die Kronacher "Erste" hat nie unterhalb der Kreisliga gespielt, und die Neuseser "Erste" war in ihrem einzigen Kreisklassen-Jahr im Kreis Lichtenfels eingeteilt.
Vier Mannschaften in neben stehender Tabelle sind mit einem Stern versehen. Das bedeutet, dass sie in mindestens einer Serie als federführende Spielgemeinschaft um Kreisklassen-Punkte gespielt haben.