Der Friesener Pokalsieg gegen den alten Rivalen aus Frohnlach war zwar ein wenig glücklich, aber nicht unverdient. Vom VfL war speziell in der zweiten Halbzeit streckenweise nur wenig zu sehen. Wider Erwarten waren es die Einheimischen, die sich die Mehrzahl der Chancen erarbeiteten, weswegen ihr 1:0-Sieg auch in Ordnung geht. Damit ziehen die Friesener in die erste BFV-Hauptrunde 2014/15 ein.
Den ersten Akzent setzte Frank Fugmann, als er sich energisch auf links durchsetzte, aber knapp an Gäste-Torwart Michael Edemodu scheiterte. Fast im Gegenzug hätte Stefan Krappmann sein Team in Führung bringen können, doch er scheiterte an Friesens Torwart Sven Walther, der mit dem Fuß klärte. Kein Glück hatte dann Kristian Böhnlein, als sich sein Distanzschuss in der 12. Minute am SV- Gehäuse vorbei drehte.

Dem Torwart in die Arme

Die Frohnlacher erhöhten das Tempo, kombinierten gefällig und setzten die heimische Abwehr unter Druck, ohne aber daraus Kapital schlagen zu können. Die größte Chance für die Frankenwälder in der ersten Halbzeit bot sich Patrick Sudol, der nach einem Dalke-Freistoß aus vier Metern TW Edemodu das Leder in die Arme köpfte. Anschließend verflachte das Spiel etwas. Der Ex-Friesener Christian Brandt prüfte noch vor der Pause mit einem Nachschuss Schlussmann Walter, der reflexartig den Ball um den Pfosten lenkte.
Einen schönen Freistoß von Tobias Dalke fischte Edemodu kurz nach der Pause aus dem Winkel (49.). Energisch setzte sich wenige Minuten später der starke Sudol auf links durch, ließ gleich drei Frohnlacher schlecht aussehen, doch zischte der Ball bei seinem scharfen Schuss knapp am langen Eck vorbei. Anschließend neutralisierten sich beide Teams; Torraumszenen waren Mangelware. Erst in der Schlussphase nahm die Partie wieder Fahrt auf. Erneut setzte Patrick Sudol zu einem Solo an, doch fand sein Querpass keinen Adressaten. Kurz vor Schluss hatten die Friesener Glück, als der eingewechselte Christopher Autsch mit einem Kopfball an der Latte scheiterte.
In der Schlussphase war es Kevin Roger, der mit kämpferischem Einsatz den Ball eroberte und in die Mitte schlug. Philipp Beetz passte maßgenau auf Patrick Sudol, der aus kurzer Distanz zur Freude der SV-Fans sicher verwandelte (88.).
Der souverän leitende Schiedsrichter Niko Mäusbacher (TSSV Fürth am Berg) hatte mit der fairen Partie keine Probleme. Schade aus Sicht des Gastgebervereins: Nur 162 Zuschauer hatten den Weg ins Frankenwald-Stadion gefunden.
SV Friesen: Walther - Woitschitzke, Roger, Meyer, Zwosta, Fugmann (46. Fröba, 89. Langguth, 90. Rebhan), Beetz, Krebs, Sudol, Dalke, Köcher
VfL Frohnlach: Edemodu - Eckert, Schmidt, Bulat (75. Scheller), Teuchert (40. Jakob), Krappmann, Kalb, Özdemir, Güngür, Brandt (75. Autsch), Böhnlein
Tor: 1:0 Sudol (88.)
SR: Mäusbacher (Fürth a.B.)
Zuschauer: 162
Gelbe Karten: Woitschitzke, Meyer, Krebs / Kalb, Böhnlein