Über weite Strecken der Saison sah es ganz danach aus, als könnte der FC Wallenfels die Meisterschaft in der Kreisklasse 4 feiern. Das wäre auch für Werner Oßmann etwas Besonderes gewesen, denn es wäre in seiner 22-jährigen Laufbahn als Trainer sein vierter Meistertitel mit vier verschiedenen Mannschaften gewesen.
Daraus ist nun bekanntlich nichts geworden, doch über die Relegation ist zumindest der Aufstieg der Wallenfelser in die Kreisliga noch möglich. Doch auch sonst kann sich die Bilanz des ehemaligen Torwarts des SV Neuses und des VfL Frohnlach sehen lassen. Immerhin kam er als Trainer mit dem SV Neuses, SSV Lahm-Hesselbach und FSV Ziegelerden zu Meisterehren. Mit dem VfR Johannisthal gewann er außerdem den Kreispokal, wurde Hallenbezirksmeister und Vierter bei der Bayerischen Hallenmeisterschaft.


Wie schätzt der 58-Jährige die Lage beim FC Wallenfels ein? Wir haben nachgefragt.

Lange Zeit führte der FC Wallenfels die Tabelle der Kreisklasse an. Wieso hat's am Ende nicht ganz gereicht?
Werner Oßmann: Man darf nicht vergessen, dass wir so deutlich vorne lagen, weil wir im Gegensatz zur Konkurrenz keine Nachholspiele hatte. Die Tabelle hat also ein wenig getäuscht. Aber letztlich hat uns ein absoluter Torjäger gefehlt, wie ihn andere Vereine haben. Sonst hätten wir wohl das Spitzenspiel gegen Rothenkirchen, als wir klar überlegen waren, gewonnen. Diese 0:1-Niederlage war der Knackpunkt. Danach waren wir auch in Wilhelmsthal mental angeschlagen und haben verloren.

 


Der zweite Platz müsste nun aber sicher sein, oder?
Ich bin davon überzeugt, dass wir uns Platz 2 und damit die Relegation nicht mehr nehmen lassen. Wir wollen auf jeden Fall schon in Windheim alles klar machen.

Wie stehen die Chancen, über die Relegation den Aufstieg zu schaffen?
Die Kreisliga ist wesentlich stärker als die Kreisklasse, egal mit wem wir es letztlich zu tun haben werden. Da brauchen wir schon einen Sahnetag, wenn wir uns durchsetzen wollen. Aber wenn es nicht reichen sollte, wäre es auch nicht so schlimm. Dann hat die junge Mannschaft ein Jahr mehr Zeit, in der Kreisklasse zu reifen. Man darf nicht vergessen, dass wir vor der Saison wichtige Spieler verloren haben und andere verletzte Stammkräfte ersetzen mussten.

 

Die jungen Spieler haben ihre Sache gut gemacht.

Nach der Saison ist unabhängig vom Ergebnis Schluss beim FC Wallenfels. Ist dies das Ende Deiner Trainerlaufbahn?
Ich will nicht ganz ausschließen, dass ich nochmal irgendwo aushelfe. Aber ich denke doch, dass es das war. Ich werde bald 59 und war 22 Jahre lang Trainer. Das reicht, auch wenn es mir nicht ganz leicht fällt. Klar hätte ich gerne zusammen mit der Mannschaft nochmals eine Meisterschaft gefeiert, aber es sollte halt nicht sein.


Zur Person

geboren am: 22. 6. 1957
Wohnort: Thonberg
Familienstand: verheiratet, ein Sohn
Beruf: Mechaniker
Stationen als Spieler: SV Neuses, VfL Frohnlach
Trainerstationen: VfL Frohnlach II, VfR Johannisthal, SV Neuses, TSV Steinberg, SSV Lahm-Hesselbach, FSV Ziegelerden, FC Wallenfels
Lieblingsverein: FC Bayern München


Tipps

Friesen - Derg. Nürnberg 2:0
Meeder - Weißenbrunn 3:1
Windheim - Wallenfels 1:2
SV Gifting - Neukenroth 2:2
FC Welitsch - Lauenstein 0:2
Steinbach - Wilhelmsthal 3:0
Gundelsdorf - Rothenk. 1:4
SV Buchbach - Hirschfeld 2:0
Wacker Haig - Tschirn 0:2
Fischbach - Steinwiesen 0:4
Ziegelerden - Weidhausen 1:2
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Fabian Höfner (VfR Johannisthal) erreichte sieben Punkte.