FC Kronach (9./10 Punkte)

Timo See (Trainer): "Wir haben zwar nur zwei Spiele verloren, aber zu oft unentschieden gespielt. Deshalb können wir mit dem bisherigen Saisonverlauf nicht zufrieden sein. Was das Engagement meiner Mannschaft betrifft, kann ich mich aber nicht beschweren, ebenso wenig über das Umfeld beim FC Kronach. Da bin ich schon sehr zufrieden.
Es sind zwar erst acht Spiele absolviert, aber es hat sich bereits abgezeichnet, dass die Kreisliga 2 von Platz 4 bis Platz 16 sehr ausgeglichen besetzt ist. Wer am Ende absteigen muss, wird sich vor dem 28. Spieltag vermutlich nicht heraus kristallisieren. Ich gehe außerdem davon aus, dass die Meisterschaft zwischen den SCW Obermain, dem ASV Kleintettau und dem SV Friesen II, die im Moment vorne liegen, ausgespielt wird."


DJK-SV Neufang (11./8)

Rudolf Müller (Trainer): "Wenn man alle bisherigen Spiele zu Grunde legt, kann man nur bedingt zufrieden sein. Wir haben anfangs vor allem daheim gute Leistungen geboten, etwa gegen Burgkunstadt, Johannisthal oder Kronach, aber uns fehlt einfach die Konstanz. Und es hat sich gezeigt, dass wir gegen die absoluten Topteams spielerisch nicht mithalten können. Das müssen wir dann ganz einfach kämpferisch kompensieren. Die Trainingsbeteiligung war anfangs nicht optimal, und urlaubsbedingt mussten wir oft umstellen. Das merkt man natürlich, auch dass unsere erfahrenen Spieler nicht regelmäßig trainieren können.
Trotzdem hoffe ich, dass wir uns weiterhin von den Abstiegsrängen fern halten können. Das wird schwer, aber das war uns von vorn herein klar. Die Kreisliga selbst ist eine der besseren in den vergangenen Jahren. So sind zum Beispiel der ASV Kleintettau und die SG Roth-Main, unsere nächsten beiden Gegner, sehr gut besetzt."


VfR Johannisthal (12./7)

Stefan Bergmann (Trainer): "Wir haben uns in allen Mannschaftsteilen sehr gut verstärkt, sind als selbst ernannter Aufstiegskandidat jetzt aber in den Abstiegskampf verwickelt. Als neuer Trainer habe ich noch nicht das Erfolgsrezept meiner Mannschaft gefunden und hinterfrage mich ständig. Wir haben ein neues Spielsystem in der Abwehr eingeführt, aber daran darf unser Fehlstart keinesfalls festgemacht werden. Egal ob Dreier- oder Viererkette oder Libero - wir lassen zu viele Chancen zu. Und vorne erarbeiten wir uns zu wenige davon, weil alle Offensivspieler noch Ladehemmung haben. Die aktuelle Situation wird von uns keinesfalls unterschätzt. Jetzt heißt es zunächst, Punkte gegen den Abstieg zu sammeln. Dazu sind in den nächsten Spielen aber Siege notwendig, damit der Glaube an die vorhandenen Stärken wieder zurückkehrt.
Wie zu erwarten hat die Kreisliga 2 an Qualität hinzugewonnen. Meines Erachtens ist es die bisher stärkste Kreisliga, in der wir spielen durften. Es kann wirklich jeder jeden schlagen. Daher bin ich überzeugt, dass es im Kampf um den Aufstieg bis zum Schluss spannend bleibt."


TSV Steinberg (13./7)

Norbert Engelhardt (Spielleiter): "Mit dem Start und sechs Punkte aus drei Spielen waren wir zufrieden. Auch beim ersten Spiel in Mainroth wäre ein Sieg möglich gewesen, doch haben wir zwei Elfmeter vergeben. Bei den Heimniederlagen gegen Obermain und Marktzeuln waren wir ebenfalls nicht chancenlos, mussten aber auf Grund der schwachen Chancenverwertung die Niederlagen akzeptieren. In Stockheim waren wir eine Stunde lang in Unterzahl, hatten aber eigentlich die besseren Möglichkeiten, unter anderem einen Strafstoß, der ebenfalls vergeben wurde. Wie schon in Stockheim mussten wir auch zu Hause gegen Burgkunstadt in den letzten Minuten noch Gegentreffer hinnehmen und wurden dadurch um den verdienten Lohn gebracht. Gegen Theisenort war es ähnlich: nicht schlecht gespielt, aber die Punkte hat der Gegner.
Der Grund für den nicht zufrieden stellenden Punktestand liegt hauptsächlich darin, dass viele Spieler im Urlaub waren und dazu noch zwei bis drei Akteure wahrscheinlich wieder länger verletzt ausfallen. Zur Kreisliga insgesamt kann man sagen, dass die Mannschaften bis auf ein, zwei Ausnahmen alle gleichwertig sind. Da macht die Tagesform beziehungsweise die Chancenverwertung den Unterschied über Sieg oder Niederlage aus."


FC Burggrub (14./5)

Wolfgang Dietrich (Vorsitzender): "Unsere Vorbereitung war schon nicht so wie wir das erwartet hatten, und das hat sich bis jetzt durchgezogen. Immer wieder haben aus Verletzungs- oder beruflichen Gründen wichtige Spieler wie Stefan Theimer, Daniel Wünsch oder Matthias Zäther gefehlt, aber jetzt sind wir wieder einigermaßen komplett. Dass wir auch in dieser Saison gegen den Abstieg spielen werden, war uns von vorne herein klar. Ich hoffe, dass durch das Remis gegen Kleintettau, als die Mannschaft vom Trainer sehr gut eingestellt war, der Knoten endlich geplatzt ist.
In dieser Saison ist es noch schwieriger, die nötigen Punkte gegen den Abstieg zu holen, denn die Kreisliga ist stärker einzuschätzen als in der letzten Serie. Im Moment sind ja auch Mannschaften wie der SV Wolfers-/Neuengrün oder der FC Kronach in der unteren Tabellenhälfte, wo sie niemand erwartet hatte. Aber der Wille und das Potenzial, um den Klassenerhalt zu schaffen, ist bei uns vorhanden, vor allem jetzt, nachdem wir wieder ziemlich vollständig sind."


SV W/Neuengrün (15./4)

Dieter Sommermann (Trainer): "Obwohl ich seit sechs Jahren aus dem Trainergeschäft raus bin, habe ich den SV Wolfers-/Neuengrün nie aus den Augen verloren und mir in dieser Saison auch zwei der Heimspiele angesehen. Ich musste zwar lange überlegen, ob ich nochmals einsteige, habe dann aber die Zusage für diese Saison gegeben. Mit dem Auftakt in Kronach war ich sehr zufrieden. Wir haben ein anderes System gespielt, besser verschoben und hatten die klareren Chancen. Unser Auftritt stimmt mich jedenfalls optimistisch.
Zur Kronacher Kreisliga kann ich noch nicht so viel sagen, aber wir müssen ohnehin zunächst auf uns schauen, die konditionellen Defizite beheben und wieder mehr Struktur in unser Spiel bekommen. Dass sich die Mannschaft vor Saisonbeginn viel vorgenommen hatte, war auf Grund der Verstärkungen nachvollziehbar. Dass dann aber der neue tschechische Stürmer nach dem zweiten Spieltag wegen eines Schlüsselbeinbruchs ausgefallen ist, war halt Pech. Von ihm können wir jedoch noch einiges erwarten."