Der FC Mitwitz hat vor kurzem die Weichen für die nächste Bezirksliga-Saison gestellt. Dann wird der Trainer nicht mehr Heinrich Föhrweiser heißen, sondern Johannes Müller, der als Spielertrainer fungieren soll. Diese Personalie bestätigte Abteilungsleiter Harald Weißbrodt am Montag auf Anfrage.
"Ich hätte gerne den Vertrag mit dem Heiner verlängert, doch die Vereinsführung wollte einen anderen Weg bestreiten und mit einem Spielertrainer aus den eigenen Reihen in die neue Saison gehen", sagte Weißbrodt und fügte hinzu: "Ich habe mich in den vergangenen Jahren mit dem Heiner blind verstanden und hätte es gerne gesehen, wenn er noch ein Jahr bei uns geblieben wäre. Eine externe Nachfolge-Lösung hätte ich nicht mitgetragen."
Gleichwohl traut der Abteilungsleiter dem künftigen Spielertrainer zu, dass er auch in neuer Funktion mit dem FC Mitwitz erfolgreich sein wird. "Der Jo ist ein Mitwitzer Urgestein. Er will Trainer werden und wird im Frühjahr den Schein machen. Und er hat signalisiert, dass er auch für die kommende Saison schon zur Verfügung stehen würde."


"Er hat ein Trainer-Gen"

Dem Abteilungsleiter ist bewusst, dass Johannes Müller in große Fußstapfen treten wird, denn dessen Vorgänger Markus Fischer und Heinrich Föhrweiser haben mit den Steinachtalern große Erfolge gefeiert. "Der Jo hat ein Trainer-Gen. Er wird seinen Weg machen", ist Weißbrodt aber überzeugt. Die Chance, bei seinem Heimatverein ins Trainergeschäft einzusteigen, wollte der Verein dem 29-Jährigen nicht verbauen.
Heinrich Föhrweiser ist seit 2012 als Trainer beim FC Mitwitz tätig. In der ersten Saison war er noch für die zweite Mannschaft verantwortlich, seit der Serie 2013/14 dann für die "Erste", mit der er souverän als Kreisliga-Meister den sofortigen Wiederaufstieg in die Bezirksliga schaffte. Hier spielten die Steinachtaler als Neuling sogar eine lange Zeit um die Vizemeisterschaft mit, ehe die Saison auf dem beachtlichen fünften Platz abgeschlossen wurde.
Harald Weißbrodt glaubt nicht, dass sich der Abschied Föhrweisers im Sommer negativ auswirken wird. "Der Wechsel hat keinerlei sportliche Gründe, und es gibt auch keine Differenzen zwischen Mannschaft und Trainer. Wir werden alles dran setzen, den Klassenerhalt so früh wie möglich zu schaffen und auch im Pokal so weit wie möglich zu kommen." In dieser Serie überwintert der FC Mitwitz auf Platz 6, hat nach oben aber keine Chance mehr, sondern muss sich noch nach unten orientieren.
Heinrich Föhrweiser ist aber davon überzeugt, dass genügend Potenzial im Team steckt, um auch künftig in der Bezirksliga zu spielen. Daher hätte er auch gerne weitergemacht, "weil mir die weitere Entwicklung der Mannschaft und der einzelnen Spieler am Herzen liegt", bekennt er und nennt als Beispiel Torwart Jan Winterstein, der in den vergangenen Jahren zu einem der besten Torhüter im Landkreis avanciert sei.
"Ich denke, dass ich einen Teil dazu beigetragen habe, dass der FC Mitwitz so gut da steht. Und ich hoffe, dass es ähnlich gut weitergeht", sagt der 52-Jährige, der die Entscheidung der Vereinsführung natürlich akzeptiert hat. Er ist schon seit 1990 im Trainergeschäft tätig und seitdem mit den von ihm betreuten Mannschaften noch nicht abgestiegen. Vielmehr stehen drei Aufstiege zu Buche.
Seine engagierten, oft auch lautstarken Auftritte auf und neben dem Spielfeld und die Tatsache, dass er immer viel von seinen Spielern gefordert hat, haben ihm den Spitznamen "Eiserner Heinrich" eingebracht. Föhrweiser gehört zu den renommiertesten Trainern der Region, der nach wie vor mit viel Herzblut bei der Sache ist. Daher ist nicht davon auszugehen, dass er im Sommer seine Trainerlaufbahn beenden wird.