Die hohe Zahl an Titeln ist damit zu begründen, dass bei den Herren in sieben und bei den Damen in vier Altersklassen (AK) - dabei zum Teil noch in zwei Leistungskategorien (A/B und C/D) - 15 Einzel-, elf Doppel- und vier Mixed-Sieger zu ermitteln waren.

Starke Leistungen legten in der jeweiligen A-(Königs)-Klasse der Landesliga-Spieler Mario Krug (AK 40) vom TTV Altenkunstadt sowie in der AK 50 der Nordhalbener Reiner Kürschner (jetzt TTC Tiefenlauter) an den Tag. Beide holten sich den Bezirkstitel im Einzel und im Doppel mit ihren Vereinskameraden Frank Zeller beziehungsweise Martin Deffner.

Zwar reichte es für Gerhard Wachter vom FC Nordhalben zu keinem Titelgewinn, doch stand er gleich dreimal auf dem Treppchen (Zweiter im Mixed und Doppel, Dritter im Einzel). Noch besser fiel sogar die Bilanz von Friedel Tomaschko (TSV Teuschnitz) aus, der im Mixed siegte, im Doppel und Einzel Vizemeister wurde.
Während an den zwei Turniertagen größtenteils glänzender und spannender Tischtennissport geboten wurde, war vor allem die Zahl der erschienenen Damen enttäuschend. Gerade einmal 19 Spielerinnen gingen in sechs Kategorien an den Start. Respekt gebührt den beiden 85-jährigen Alfred Leppert (TS Kronach) und Ernst Warth (TV Coburg-Lützelbuch) sowie dem 82-jährigen Alfred Lampert (ATS Kulmbach).

In der AK 50 war der schon mehrmals national erfolgreiche Neuzugang des TTC Tiefenlauter, Reiner Kürschner (vormals FC Nordhalben), eine Klasse für sich. Ohne jeglichen Satzverlust marschierte er bis ins Endspiel durch. Hier traf er auf den Neuzugang des Oberfrankenliga-Tabellenführers TS Kronach, Christoph Teille. Kürschner ging mit einem deutlichen 11:6 und 11:4 mit 2:0 in Führung, hatte dann aber das Nachsehen. Im vierten Durchgang verließ sich Kürschner nicht mehr alleine auf seine Abwehrkünste, sondern glänzte nun auch mit platzierten Angriffsbällen und behielt schließlich gegen den unangenehm zu spielenden und schwer beizukommenden Kontrahenten knapp mit 11:9 die Oberhand.

Im Doppel hatte Kürschner den neuen Vereinskameraden Martin Deffner an seiner Seite. Auch hier war der Weg ins Finale vorgezeichnet. Mit einem ungefährdeten 3:0-Endspiel-Sieg (11:6, 11:1, 11:2) gegen den weiteren TTC-Neuzugang Günter Fuhrmann und den Wolfersdorfer Günter Scheiblich (SV Fischbach) war der zweite Titelgewinn perfekt. Im Einzel kam Scheiblich über die Gruppenphase nicht hinaus, da er von drei Paarungen nur eine gewann.

Ausgezeichnete Vorstellungen lieferte in der AK 60 Friedel Tomaschko vom TSV Teuschnitz ab. Nachdem er die Gruppenphase ohne jeglichen Satzverlust abschloss, hatte er im Einzel mit Lothar Fischer (TV Ebersdorf) einen hartnäckigen Kontrahenten. Trotz eines 0:2-Satzrückstandes ging Tomaschko aber noch als Sieger durchs Ziel (10:12, 7:11, 11:4, 11:2, 11:7). Nicht so viele Probleme hatte er im Halbfinale, sodass die Tür zum Endspiel geöffnet war. Zum Titelgewinn reichte es gegen den Gefreeser Günter Panzer nicht, da der gebürtige Ebersdorfer vor allem im ersten und zweiten Durchgang nicht das Glück auf seiner Seite hatte (9:11, 12:14, 5:11). Auch im Doppel stand Tomaschko im Endspiel: Hier musste er sich mit Lothar Fischer im Entscheidungssatz geschlagen geben.

Tomaschko schaffte aber trotzdem den Platz auf den Thron unter dem Motto "Aller guten Dinge sind drei". Im Mixed trumpfte er mit Petra Rubin vom TTC Neunkirchen am Brand auf. Beide hielten im Endspiel die Formation Maria Zeuß (TTC Wallenfels) und Gerhard Wachter (FC Nordhalben) mit einem 11:7, 11:4 und 13:11 nieder.
Wachter hatte zuvor im Einzel für die Überraschung gesorgt, als er im Viertelfinale den Vorjahressieger Michael Zrenner vom TTC Rugendorf mit 13:11 im Entscheidungssatz aus den Angeln hob. Dies bedeutete immerhin den dritten Platz, wobei er den möglichen Sprung ins Finale mit einem 2:3 gegen den späteren Sieger knapp verpasste. Mit dem Gewinner Günter Panzer bildete Wachter ein Doppel. Beide landeten auf dem dritten Platz.
Alfred Leppert von der TS Kronach war mit seinen 85 Jahren und sieben Monaten einmal mehr der älteste Teilnehmer. Er siegte sogar vor den "Jüngeren" aus Kulmbach und Coburg.

Mit Susanne Zimmermann (AK 50/C-Klasse) stellte die TS Kronach noch einen Bezirksmeister bzw. eine Meisterin. Maria Zeuß vom TTC Wallenfels musste sich in der AK 60 nur der Favoritin Petra Rubin vom Oberfrankenliga-Spitzenreiter Neunkirchen beugen. Nicht zufrieden mit ihren Leistungen war Hella Klumpp, ebenfalls TS Kronach. Da in ihrer Altersgruppe nur drei Starterinnen zu verzeichnen waren, verzeichnete sie einen zweiten (Mixed) und dritten Platz (Einzel). Die Bestplatzierten haben sich für die Teilnahme an den Bayerischen Senioren-Meisterschaften qualifiziert, die vom 29. Mai bis 1. Juni in Ruhpolding stattfinden wird. hf