"Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit richtig gut gespielt. Leider haben wir da nicht die Führung erzielt. Aber die Leistung stimmt uns trotzdem optimistisch".

Friesens Mannschaftskapitän Dominik Zwosta war die Enttäuschung nach der Auftaktniederlage am Sonntagnachmittag beim ASV Vach (0:2) zwar anzumerken, doch der Blick des erfahrenen Spielers ging bereits nach vorne: "Am Mittwoch werden wir es besser machen".

Leistungssteigerung nötig

Und eine Leistungssteigerung ist heute Abend auch notwendig, denn ab 18.30 Uhr gastiert mit der TSV Nürnberg-Buch ein weiteres Schwergewicht der Landesliga Nordost im schmucken Frankenwaldstadion. Die verantwortlichen hoffen beim Debüt der Spielzeit 2015/2016 auf eine ansprechende Zuschauerkulisse.

Dass es dieses Auftaktprogramm in sich hat, wussten die Funktionäre im Lager der "Grün-Weißen" von Beginn an. Für Trainer Andreas Lang war Vach in der Favoritenrolle, was sich letztlich auch bestätigt hat. Und auch heute Abend erwartet der junge Übungsleiter mit den aggressiven Buchern einen äußerst unangenehm zu bespielenden Kontrahenten.

Hektisch und turbulent

Bereits am 1. Spieltag ging es in Buch (1:1 gegen den SV Seligenporten II) hoch her. Drei Elfmeter - davon je ein verschossener pro Team in den Schlussminuten - sowie zwei Platzverweise gegen die Gastgeber zeugen von einer unterhaltsamen, aber auch recht hektischen Auftaktpartie - dafür sind die Bucher seit einiger Zeit bekannt.

Auf eine solche Auseinandersetzung müssen sich die Spieler des SV Friesen heute auch einstellen und nur wenn sie über den Kampf zu ihrem Spiel finden, werden sie auch den gewünschten Erfolg haben. Die fahrlässige Chancenverwertung, wie in der ersten Hälfte in Vach an den Tag gelegt, muss dringend vermieden werden, denn zu viele Chancen wird es gegen die langen Abwehrspieler der Bucher nicht geben.

Sudol wird schmerzlich vermisst

Vermisst wurde in Vach auf Friesener Seite an allen Ecken und Enden "Lückenreißer" Patrick Sudol. Der Antreiber über Rechts laboriert nach wie vor an einem Bänderriss. Ein Grund, weshalb dem Spiel der Friesener am Sonntag der Überraschungsmoment fehlte, denn nach der Pause kam die Lang-Elf in Vach zu keiner nennenswerten Torchance mehr. Erschwerend kam im ersten Spiel hinzu, dass mit André Zapf, dem der Trainer nach seiner Teilnahme an der Gehörlosen-EM eine Auszeit gönnt, und dem bisher angeschlagenen Routinier Dominik Woitschitzke, zwei Spieler passen mussten, die gerade in kritischen Phasen und in Rückstand-Situationen ihren jungen Mitspielern einen Schub verleihen können. Zumindest Woitschitzke ist heute wieder an Bord.

Ziel: Der erste Dreier

Doch das Aufgebot für heute Abend ist auch ohne den einen oder anderen potenziellen Stammspieler immer noch sehenswert und sollte stark genug sein, um zu dem von vielen erhofften Erfolgserlebnis auf heimischen Terrain zu kommen. Die Lang-Elf ist jedenfalls heiß auf den Widersacher.

Lars Meyer fungiert jetzt als "Co"

Die taktische Marschroute wird mitentscheidend sein, doch da haben sich "Schlitzohr" Lang und sein neuer Assistent Lars Meyer, der nach einer hartnäckigen Knöchelverletzung vorerst nicht mehr aktiv ins Geschehen eingreifen kann, sicher etwas Zündendes einfallen lassen. Ein Dreier gegen Buch wäre vor allem auch der etwas verspätete Lohn für eine schweißtreibende Vorbereitungszeit - sowohl für die Spieler, als auch für die akribisch arbeitenden Trainer des SV Friesen.

Mittwoch, 18.30 Uhr:
SV Friesen gegen TSV Buch

SV Friesen (Aufgebot): Fröba / ETW Kirschbauer - Woitschitzke, Roger, Zwosta, Fugmann, Nützel, Fröba, Münch, Marzog, Sesselmann, Scholz, Bernegg, Daumann, Köcher, Firnschild, Kestel.
Es fehlen: Sudol, Kunz, Höhn (alle verletzt), Zapf (Urlaub).
Trainer: Andreas Lang.