In drei Abschnitte kann man bislang die Saison des ASV Kleintettau in der Bezirksliga West einteilen. Dem Auftakt nach Maß mit zehn Punkten aus den ersten vier Spielen folgten elf Begegnungen ohne einen "Dreier", ehe der Aufsteiger die Rückrunde mit zwei weiteren Erfolgen und einem Remis einläutete.
Mit 22 Zählern überwintert der Aufsteiger auf dem zehnten Platz. Nach Ansicht von ASV-Vorsitzendem Christian Ruß hätten es aber noch einige mehr sein müssen. "Wir haben viele Punkte leichtfertig verschenkt, etwa bei Bosporus Coburg, gegen Merkendorf oder gegen Breitengüßbach. Da hätten wir jeweils als Sieger vom Platz gehen müssen."
Obwohl er insgesamt nicht unzufrieden ist, trauert der Vorsitzende diesen sechs Punkten noch etwas nach. Als Gründe nennt er vor allem die schlechte Chancenverwertung und die fehlende Cleverness. "Auch haben wir uns einige Undiszipliniertheiten geleistet, die uns letztlich Punkte gekostet haben."
Nach vier Spielen lagen die "Glasmacher" ungeschlagen auf dem zweiten Platz, doch das 3:1 gegen Schlusslicht TV Ebern sollte das vorerst letzte Erfolgserlebnis für die Truppe von Trainer Christian Häusler sein. Die nächsten drei Spiele gingen nämlich mit insgesamt 0:10 Toren allesamt verloren. Es folgten drei Unentschieden in Folge, ehe der ASV nach der 2:3-Niederlage in Marktzeuln erstmals auf einen der Relegationsplätze zurückfiel.


Fünf Punkte Vorsprung

Die Lage wurde nach zwei Heimniederlagen in Folge nicht besser, ehe die Kleintettauer endlich wieder einen Achtungserfolg feiern konnten. Das 3:3 im Nachbarduell in Mitwitz läutete eine kleine Erfolgsserie ein, die mit dem in der Deutlichkeit nicht erwarteten 5:0-Erfolg in Ebern gekrönt wurde. Der Vorsprung vor Relegationsplatz 12 beträgt mittlerweile fünf Punkte, doch darf nicht vergessen werden, dass einige der Konkurrenten im Abstiegskampf bis zu drei Spiele weniger ausgetragen haben als der ASV.
Etwas bedauerlich findet der Vorsitzende, dass die insgesamt recht ansprechenden Leistungen noch zu wenig gewürdigt werden. Ruß: "Wir hätten uns definitiv mehr Zuschauer gewünscht." 136 sind es im Durchschnitt; das bedeutet nur Platz 13 in der Bezirksliga West.
Was den Abstiegskampf betrifft, herrscht im Lager der "Glasmacher" dennoch Zuversicht. "Der ein oder andere Punkt hätte uns sicher noch gut getan, aber ich bin überzeugt, dass unser Kader stark genug ist, um den Klassenerhalt zu schaffen", sagt Christian Ruß. Zum Jahreswechsel sind weder Zu- noch Abgänge bekannt, was wiederum nicht heißen muss, dass sich nicht doch noch etwas tut. Den Kleintettauern wäre schon sehr geholfen, wenn nach der Winterpause Andreas Böhnlein wieder mitmachen könnte. Der torgefährliche Angreifer, der zusammen mit Kevin Sari die interne Torschützenliste anführt, konnte in den letzten sieben Spielen aus Verletzungsgründen nicht mitwirken.
Trainingsauftakt beim ASV Kleintettau ist am 27. Januar. Den letzten Feinschliff will sich die Truppe von Trainer Häusler bei einem Trainingslager vom 23. bis 26. Februar in Bad Blankenburg holen. Testspiele sind gegen Saalfeld, Sonneberg, Bad Blankenburg, Hirschfeld und Steinach geplant, ehe die Saison am 5. März mit dem wichtigen Spiel in Stegaurach fortgesetzt wird.