Der SV Friesen ist prächtig in das Fußballjahr 2015 gestartet. Nach dem überragenden Auswärtssieg beim ASV Pegnitz legten die Schützlinge von Trainer Andreas Lang gegen die stark eingeschätzten Gäste nochmals nach und gewannen auch in dieser Höhe verdient. Sie haben seit dem 22. August 2014 nur ein Punktspiel verloren und sind für die Begegnung beim Spitzenreiter Feucht am nächsten Samstag bestens gerüstet.

Gerade in zweiten Halbzeit ließen die "Grün-Weißen" nichts anbrennen, kombinierten nach Herzenslust und erspielten sich Chance um Chance. Offensichtlich hat sich die Vorbereitung von Andreas Lang, unterstützt von "Fitnessguru" Erich Bonengel, bezahlt gemacht, nachdem der Trainer seinen Jungs den letzten Feinschliff bei einem viertägigen Trainingslager in Prag verpasst hatte.

Kiesewetter auf dem Posten

Gegen Kasendorf sah es allerdings zunächst nicht nach einem so klaren Erfolg aus, den der SSV versteckte sich keineswegs, sondern machte den Hausherren das Leben mit kompromisslosem Pressing und gezielt vorgetragenen Offensiv-Attacken schwer. Bezeichnenderweise bot sich dem Neuling auch die erste Möglichkeit, doch scheiterte Andreas Pistor am reaktionsschnellen Torwart Marvin Kiesewetter (7.). Nachdem SV-Rückkehrer André Zapf knapp verzogen hatte und Patrick Sudols strammer Schuss von einem Gästeverteidiger abgeblockt worden war, folgte die Galavorstellung des überragenden Frank Fugmann, der seinen dritten Frühling erleben darf. Vom jungen Nils Firnschild fein freigespielt schlenzte der Friesener Torjäger das Leder gekonnt zum 1:0 in die Maschen (26.).

Die Kasendorfer waren keineswegs entmutigt und kämpften tapfer gegen die drohende Niederlage. Sie erspielten sich phasenweise auch eine optische Überlegenheit, ohne aber die sattelfeste SV-Abwehr um die Routiniers Lars Meyer und Dominik Woitschitzke ernsthaft gefährden zu können.

Kurz nach dem Wiederanpfiff folgte ein neuerlicher Auftritt Fugmanns. Pfeilschnell enteilte er seinen Bewachern, verzögerte geschickt vor Torwart Michael Hein und vollendete mit seinem schwächeren rechten Fuß zum 2:0 (50.). In der Folgezeit hatten die Gäste nicht mehr allzu viel zu bestellen. Lediglich ein Distanzschuss von Simon Hösch, der aber sein Visier zu hoch eingestellt hatte, verdient noch Erwähnung (56.). Bei einem Freistoß von Frank Fugmann war Schlussmann Hein auf dem Posten, hatte dann aber Glück, als einer seiner Vorderleute einen Volleyschuss von Fugmann zur Ecke abblockte.

Starke Mittelfeldachse

Die Gastgeber mit der starken Mittelfeldachse Nützel - Zapf -Zwosta drehten dann nochmals richtig auf. Der einsatzfreudige Patrick Sudol setzte sich energisch auf rechts durch und bediente uneigennützig Frank Fugmann, der seinen dritten Streich folgen und Torhüter Hein keine Abwehrmöglichkeit ließ (62.). Auch am vierten Treffer war Fugmann beteiligt. Haargenau passte er auf Nico Fröba, der nur noch einzuschieben brauchte (70.). Der laufstarke Elias Köcher versuchte es dann aus der zweiten Reihe, doch rutschte ihm der Ball über den Spann.
In der Schlussphase musste Marvin Kiesewetter vor dem durchgebrochenen Michael Fuchs mit Fußabwehr klären. Yannik Krebs bot sich die Chance, das Ergebnis noch höher zu schrauben, doch spitzelte er das Leder am Torwart und auch am Tor vorbei. Schiedsrichter Marco Fenzl leitete die faire Partie souverän.

SV Friesen: Kiesewetter - Woitschitzke, Roger, Meyer, Zwosta (73. Kestel), Nützel, Fugmann, Zapf, Sudol (72. Krebs), Köcher, Firnschild (66. Fröba)
SSV Kasendorf: Hein - Dippold, Ellner, A. Pistor (46. Fuchs), Hollfelder, Taschner, M. Pistor, Wagner (46. Grasgruber), Hösch (58. Luft), Wirth, Schorn
Tore: 1:0 Fugmann (25.), 2:0 Fugmann (50.), 3:0 Fugmann (61.), 4:0 Fröba (69.)
SR: Fenzl (Burglengenfeld)
Zuschauer: 130
Gelbe Karten: Zapf, Köcher - Taschner