Herrschte im Lager der Frankenwälder nach dem gelungenen Saisonauftakt mit vier Siegen in vier Spielen schon große Euphorie, so wurde man am vergangenen Samstag auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. "In dieser Verfassung sind wir keine Spitzenmannschaft", lautete das Fazit von Christoph Böger vor allem angesichts der Schlussphase, als man innerhalb von zwölf Minuten drei vermeidbare Tore kassierte. Das lag seiner Überzeugung nach aber nicht an der vermeintlichen Dreierkette ("Wir haben natürlich mit vier Mann auf einer Linie gespielt"), sondern daran, dass zu viele Akteure unter Bestform gespielt haben. Für das heutige Spiel geht der SV-Trainer aber davon aus, dass sich die zuletzt so hoch gelobte Abwehr wieder in der gewohnten Stabilität präsentieren wird.
Sein Optimismus begründet sich auch darin, dass er personell wieder mehr Alternativen hat als zuletzt, denn gegen Pegnitz musste er kurzfristig auch noch auf Marc Hofmann verzichten, der sich beim Abschlusstraining verletzt hatte, und somit die Abwehr umstellen. Hofmann ist diesmal ebenso wieder dabei wie Frederic Martin und Philipp Beetz, der - ebenfalls angeschlagen - zuletzt über eine Stunde auf der Bank saß.

Zuletzt zwei Niederlagen


Ob die Friesener in Mitterteich wieder in die Erfolgsspur zurückfinden, bleibt abzuwarten. In der letzten Saison gingen sie gegen die Stiftländer zweimal leer aus (0:3 und 0:2) und erzielten noch nicht einmal ein Tor. Außerdem scheint der SV Mitterteich nach dem schwachen Saisonstart in die Gänge zu kommen, denn beim 1:0 in Neudrossenfeld gelang der Truppe von Reinhold Schlecht im fünften Anlauf endlich der erste Saisonsieg, nachdem sie zuvor nur einen Punkt geholt hatte.
SV Friesen: Mayer/Kirschbauer - Zwosta, Roger, Meyer, Fugmann, Schubart, Hurec, Koch, Lindner, Dalke, Müller, Hofmann, Fröba, Beetz, Martin, Rebhan, Baumann.