Die stattliche Zuschauerkulisse erinnerte an die früheren Bezirksligazeiten des TSV Ludwigsstadt.
Im Nachbarschaftsduell zeigten die Gäste keinerlei Respekt vor den Hausherren und hatten zunächst die besseren Chancen auf ihrer Seite. Den Gastgebern war die Nervosität deutlich anzumerken, und im Mittelfeld konnte der verletzungsbedingte Ausfall von Benedikt Pfeiffer über die gesamte Spielzeit nicht kompensiert werden. In der 27. Minute rollte wieder ein Angriff der Gäste über links. Der wieselflinke Wagner ließ zwei Gegenspieler stehen und verwandelte unhaltbar zur Gästeführung. Fast im Gegenzug der Ausgleich, doch A. Feuerpfeil scheiterte freistehend im Strafraum am guten Gästekeeper Fröba. Dies blieb die einzig richtig gefährliche Aktion der Gastgeber bis zur Pause. Zu viele Fehlpässe prägten das Spiel des TSV, und die Mannschaft fand einfach nicht zu ihrem gewohnten Spiel.

Anschlusstreffer durch Fischbach

Auch nach der Pause plätscherte die Begegnung zunächst dahin. In der 57. Minute starteten die Gäste ihren nächsten gefährlichen Angriff und verfehlten nur knapp das Gehäuse. Nur eine Minute später konnte dann der ASV nach einem groben Abwehrfehler der Ludschter durch Schubert auf 0:2 erhöhen. Das Spiel schien zu diesem Zeitpunkt entschieden. Die Gastgeber begannen endlich sich zu wehren, und ein erster Erfolg versprechender Angriff verfehlte nur knapp sein Ziel. In der 66. Minute spielte Lungmuß schön auf Torjäger Fischbach, der den Anschlusstreffer erzielte.

Die Einheimischen drängten nun auf den Ausgleich, und die Souveränität der Gäste war nicht mehr zu sehen. Während der ASV versuchte, das Ergebnis zu verwalten, öffnete der TSV die Abwehr. In der 80. Minute ein Konter der Gäste, bei dem Rutkowski mit toller Parade die Entscheidung verhinderte. Mit einem glänzenden Reflex verhinderte auf der anderen Seite Gästekeeper Fröba in der 86. Minute den Ausgleich, als er den Kopfball von Fritz noch über die Latte lenkte. Auch zwei Minuten später lag nach einem Gedränge vor dem Gästetor der Ausgleich in der Luft. Im Gegenzug marschierten die Gäste durch die geöffnete Abwehr und stellten mit einem überlegten Heber über den Torwart den 1:3-Endstand sicher. Der Unparteiische Johannes Hamper war ein souveräner Leiter der Partie.

TSV Ludwigsstadt: Rutkowski - Feuerpfeil, Lemnitzer, Lungmuß, Lipfert, Traut (59. Fritz), Lippert, Wäcker, Fischbach, Demir (86. Tröbs), Herrmann (59. Kappe).
ASV Kleintettau: Fröba - M. Deuerling, E. Karapinar, D. Deuerling, Y. Karapinar (56. Iskender), Lipfert, Schubert (86. Beyer), Kobal, Yürük, Wagner (70. Barnickel), Vyskosil.
Tore: 0:1 Wagner (27.), 0:2 Schubert (58.), 1:2 Fischbach (66.), 1:3 Iskender (90.) / SR: Kamper (Kulmbach) / Zuschauer: 560.