Wer nun das Rathaus betritt, geht in ein lichtdurchflutetes Gebäude. Wände und Türen wurden in weiß gehalten. Einrichtungs- und Ausstattungsgegenstände wie Vorhänge Bilder bilden farbige Akzente. Vor dem Rathaus fallen graue Säulen ins Auge, in denen Wahrzeichen von Stockheim dargestellt sind. Es ist ein modernes Verwaltungsgebäude geschaffen worden, in dem sich die Bürger aber auch die Mitarbeiter wohl fühlen sollen und in dem effizient gearbeitet werden soll. Beispielsweise wurde Wert auf eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung gelegt.

Bürgermeister Rainer Detsch freute sich über die gelungene Sanierung. "Es ist Euer Haus, das wir auf Vordermann gebracht haben", rief er den anwesenden Stockheimern zu. Danke sagte der Bürgermeister seinen Mitarbeitern und seinen Bürgern für ihr Verständnis, das sie während der rund 18 Monate dauernden Bauphase aufgebracht haben. Während dieser Zeit sei die Abwicklung des Tagesgeschäfts nicht immer einfach gewesen. Danke sagte er zudem den Handwerkern und dem Architekturbüro 3D mit Jörg Detsch und dem Planer Alexander Hempfling. Rund 700 000 Euro wurde in die Generalsanierung investiert. Die Förderquote betrug dank des Kommunalen Investitionsprogramms (KIP) 65 Prozent. Bei der energetischen Sanierung wurden unter anderem alle Sanitäranlagen, Fenster und Außentüren erneuert.

Die Zugangstüren im Erdgeschoss wurden für Rollstuhlfahrer verbreitet. Ferner wurden alle Beleuchtungsanlagen im Gebäude mit LED-Lampen erneuert. Ein wesentlicher Punkt der Sanierung war die Installation eines außenliegenden Aufzugs und damit die Abschaffung von Barrieren. Geschaffen wurden auch ein Behindertenparkplatz sowie Stellplätze für Fahrräder. Beim Eingangsbereich, so Detsch, habe man lediglich das Pflaster erneuern wollen. Bei der Überprüfung des Unterbaus wurde jedoch festgestellt, dass dieser nicht mehr tragfähig war. Die kirchliche Weihe des sanierten Rathauses nahmen die Pfarrer Hans Michael Dinkel und sein evangelischer Kollege Michael Foltin vor. Er hielt eine Klammer in der Hand. Diese symbolisiere Zusammenhalt, einen gewissen Druck und Zusammenhalt, sagte er. In dieser Art und Weise sollte auch im Rathaus gearbeitet werden.

Beim anschließenden Rundgang durch das Rathaus erfreuten sich die Besucher nicht nur über die neu gestalteten Räume, sondern auch über die Ausstellung des Stockheimer Hobbymalers Harald Popig. Bis zum Ende des Jahres können die Gemälde im ersten Stock besichtigt werden.