Das Europäische Flakonglasmuseum in Kleintettau, im Dezember 2008 eingeweiht, befindet sich auf Expansionskurs. Bisher haben fast 56 000 Besucher die Einrichtung begutachtet. Aufgrund mehrfacher Erweiterungen - mittlerweile stehen 600 Quadratmeter Ausstellungsflächen zur Verfügung - genießt das Museum in Fachkreisen einen hohen Stellenwert. Schließlich ist das museale Angebot durch hochkarätige Exponate aus unterschiedlichsten Epochen Schritt für Schritt verbessert worden. Neben über 4000 Jahre alten Raritäten aus der aktiven Welt - sie entstanden noch mit der hochkomplizierten Sandkerntechnik - begeistert die Dauerausstellung "Parfümflakons - eine Zeitreise durch das 20. Jahrhundert" mit der Neubestückung "Schätze des Orients". Damit hat die Münchnerin Beatrice Frankl mit weiteren zauberhaften einhundert Exponaten die Kleintettauer Museumslandschaft erneut bereichert.

Bis Oktober 2019

Und die 63-Jährige - sie verfügt über 6000 Flakons - hat sich in den letzten Wochen erneut mit viel Herzblut engagiert und die Präsentation am Rennsteig neu gestaltet. Bis zum Oktober 2019 besteht nun die Möglichkeit, in Kleintettau die neuen Exponate zu bewundern. Außerdem sind weitere Klassiker und Duftüberraschungen aktuell integriert worden.

Die Attraktion schlechthin ist allerdings seit Montag die Ausstellung "Schätze des Orients". Sie versprüht Glanz und Glamour des Morgenlandes und sie verleitet förmlich zum Träumen.

Zur Ausstellungseröffnung gab es eine Riesenüberraschung: Bauchtänzerin Naheda versprühte mit ihrem professionellen Auftritt orientalisches Flair. Schließlich gab auch Antje Kafka-Klinger als fortgeschrittene Bauchtänzerin eine Kostprobe ihres Könnens. Die optische Reise in den Orient wurde ergänzt durch das Servieren von türkischem Mokka und Tee sowie exotischen Leckereien an die begeisterten Gäste. Und Pinar Kilic tat dies standesgemäß mit besonderer Grazie und Hingabe.

Zur Eröffnung der musealen Neuheiten würdigte der Zweite Vorsitzende der Glasbewahrer, Wolfgang Hammerschmidt, die umfassende Unterstützung von Beatrice Frankl, die seit acht Jahren Glanz in den Tettauer Winkel gebracht habe. Vorbildliche Arbeit habe vor allem auch das Museumsteam - an der Spitze Sandro Welsch und Jana Buhrow - geleistet. Ebenfalls würdigte er die Unterstützung durch Ute Schaller. Weiter kündigte Hammerschmidt zum "Zehnjährigen" im Dezember eine besondere Jubiläumsveranstaltung an.

Museumsleiter Sandro Welsch zu den Ausstellungsneuheiten: "Exotik und Opulenz wird nicht nur in der Präsentation, sondern auch in der Materialkombination gezeigt. Ob glänzende Metalloberflächen, schimmernde Muschel- oder Schneckenschalen, beschnitzte Nussoberflächen, tibetische Koralle oder das aus China stammende Porzellan - für jeden Geschmack ist etwas dabei; natürlich auch für jene, die wegen des Glases gekommen sind."

Ein persisches Sprichwort besage: "Das schönste Haus ist das, welches jedermann offensteht." In dieser Weise werde sich in den kommenden Monaten das Europäische Flakonglasmuseum gleich dem sprichwörtlichen "Sesam öffne dich" als Begegnungsstätte der Kulturen seine orientalischen Schätze zur Freude aller offerieren.