"Die Kirchenverwaltung steht geschlossen hinter diesem Vorschlag", sagt Heinz Kraus froh. Er ist sich dabei bewusst, dass dies wieder ein finanzieller Kraftakt für die Kirchengemeinde werden wird. Aber das Ziel ist es, die ehrwürdigen Figuren und Gemälde, die teilweise schon Jahrhunderte überdauert haben, für die Nachwelt möglichst authentisch zu erhalten.

So befasste sich die Restauratorin Petra Zenkel (Atelier für Restaurierung Petra Zenkel aus Kronach) nicht nur mit der Restaurierung der Figurengruppe und eines Gemäldes sondern auch mit einen Entwurf und der Ausarbeitung der Hintergrundgestaltung der Dreifaltigkeitsgruppe, die von ihrem jetzigen Platz an der Nordwand zurück an die Ostwand soll, wo sie früher einmal den neogotischen Hochaltar geziert hat. Genau an dieser Seite könnten sich aber wertvolle Wandmalereien und Fresken aus dem 16. Jahrhundert befinden, vermutet die Restauratorin, weshalb gründliche Wanduntersuchungen der Neugestaltung vorausgehen werden.


Altar wurde entfernt


Die aufwendig gearbeiteten, aus Holz geschnitzten und reichhaltig geschmückten Figuren gehörten zu einem neogotischen Altar von 1880. Die Figurengruppe wurde von einem Schreinermeister Deuerling gefertigt. Der Altar wurde bei der Renovierung der Kirche in den Jahren 1968/69 entfernt.

"Die neogotische Figurengruppe, die heute eher in provisorischer Form übereinander hängend an der Seitenwand der Kirche angeordnet ist, war ehemals in dem zentral stehenden, neogotischen Altarkorpus untergebracht", informiert Petra Zenkel. Um ihr wieder einen ansprechenden Rahmen zu geben, wird nun erwogen, die Gruppe an die Hauptaltarwand zurückzuversetzen. Dazu soll eine illusionsmalerische Hintergrundgestaltung erfolgen, durch die eine Altarkonstruktion zumindest skizzenhaft angedeutet oder in einer detaillierteren Ausführung scheinplastisch dargestellt wird.


Zwei weitere Figuren


Die Figurengruppe am Altar soll dann auch durch zwei weitere Figuren, Heinrich und Kunigunde, ergänzt werden. Diese stehen momentan an anderer Stelle im Gotteshaus.

Heinz Kraus erklärt, dass die Schäden an den Holzfiguren für einen Laien kaum erkennbar seien, die Restaurierung für die Erhaltung aber dringend notwendig sei. Kraus geht nach der Restaurierung nicht nur von einer ästhetischen Aufwertung aus, sondern auch die optische Wirkung im Gotteshaus wird sich seiner Ansicht nach durch die neue Altargestaltung wesentlich verbessern. Es werde sich ein neuer Blickfang in der reich mit Sehenswürdigkeiten bestückten Kirche gestalten lassen.