"Die Kuppeln schrammen auf dem Grund auf", kritisierte er, dass teilweise bei zu niedrigem Wasserstand geflößt werde. Nicht nur die Fische, sondern die gesamte Gewässerökologie werde dadurch negativ beeinträchtigt. Bei einem Pegelstand von 106 oder weniger Zentimetern dürfe laut Wasserrechtsbescheid nicht mehr gestaut werden, erklärte Stumpf. "Letztes Jahr wurde aber nicht nur bei Pegel 104, sondern sogar bei 101 gestaut", schimpfte er, dass die Flößer den noch bis April 2013 gültigen Bescheid nicht ernst nähmen.

"Ich habe nichts gegen die Flößerei, wenn der Bescheid genauestens eingehalten wird", führte er aus. Doch dies sei nicht gegeben. "Es wird permanent dagegen verstoßen, über Jahre hinweg."


Gespräche geführt



Er habe sich deswegen auch mit dem Zweiten Bürgermeister Jens Korn (CSU) und dem Vorsitzenden der Flößergemeinschaft Wallenfels, Andreas Buckreus, im Winter viermal im Flößerhaus getroffen, um die aktuelle Situation und die Zukunft der Flößerei in Wallenfels zu diskutieren. Herausgekommen ist seiner Meinung nach unter dem Strich nichts. "Ich habe zehn Floßfahrten vorgeschlagen", erklärte Stumpf, "aber darauf hieß es, dass sich das nicht rentieren würde. Es geht doch nur noch ums Geld." Kritik übte Stumpf deshalb auch an Bürgermeister Peter Hänel (FW): "Er will nicht erkennen, dass die Flößerei Schaden verursacht."

Auch den angeblich hohen Nutzen der Flößerei für die Stadt durch die Touristen zog der Fischereirechtsaufseher in Zweifel. Seiner Ansicht nach profitiert Wallenfels nicht in dem Umfang vom Flößen, wie es die Befürworter behaupten. "Die Leute kommen, flößen und hauen wieder ab!" In Marktrodach und Neuses - ebenfalls Flößerdörfer - würden viel strengere Maßstäbe angesetzt als in Wallenfels. "Die Stadt Wallenfels und die Flößer bei uns haben doch Narrenfreiheit", wetterte Stumpf. Das Resultat sind seiner Ansicht nach "vier Kilometer totale Zerstörung".