Der Anbau umfasst im unteren Bereich ein Damen- und ein Herren-WC. Der darüber entstehende Raum kann für Besprechungen, Schulungen und Zusammenkünfte oder als Stauraum genutzt werden. Zu verdanken ist das gute Gelingen dem beispielhaften Einsatz der aktiven Helferschaar, die seit 2013 regelmäßig abends nach der Arbeit sowie am Wochenende tüchtig Hand anlegte und dabei ehrenamtliche Arbeitsstunden im vierstelligen Bereich erbrachte. Die tüchtigen Kameraden erledigten alle Arbeiten in Eigenregie; lediglich den Materialbedarf trug die Gemeinde Wilhelmsthal.
Am Sonntag wurde nun mit einem Fest der Abschluss des beispielhaften Projekts gefeiert, das - trotz jahrelangen Ringens und vielen Diskussionen im Vorfeld - mit Durchhaltevermögen, Hartnäckigkeit und großer Einsatzbereitschaft verwirklicht werden konnte.
Im Festzelt vor dem Feuerwehrhaus freute sich Schriftführer Georg Bayer, insbesondere die zahlenmäßig stark vertretenen Abordnungen von Nachbar-Feuerwehren begrüßen zu können - ebenso wie Vertreter der Kreisbrandinspektion Kronach, örtlicher Vereine sowie der Kommunalpolitik. "Das ist ein großer Tag für Roßlach. Ihr habt Wahnsinniges auf die Beine gestellt. Was ihr geleistet habt, verdient Dank und Anerkennung", lobte Wilhelmsthals Bürgermeisterin Susanne Grebner den Arbeitseifer der freiwilligen Helfer. Diese hätten die umfangreichen Arbeiten zusätzlich zu ihrem Dienst am Nächsten geleistet, für den sie eh schon viel Freizeit opferten. "Das Feuerwehr-Haus erstrahlt im neuen Glanz, eigentlich sei es ein neues Haus. Jeden Euro, den die Gemeinde zur Verfügung gestellt hat, habt ihr mehr als verdoppelt", würdigte sie.
Beeindruckt vom guten Gelingen zeigte sich auch KBR Joachim Ranzenberger: "Ihr könnt auf euer Haus stolz sein." Auch namens der ebenfalls anwesenden KBI Hans-Ulrich Müller sowie KBM Frank Fischer zollte er den Kameraden größten Respekt für ihre enormes Engagement. Zugleich würdigte er den würdevollen Rahmen der Einweihung. Großes Lob verdiene auch die in Roßlach sehr erfolgreich betriebene Jugendausbildung. Zur Einweihung gratulierte auch der Vorsitzende Ralf Wich vom Patenverein Friesen. Dieser überreichte als Präsent einen Getränke-Gutschein, damit der WC-Anbau - wie er sagte - "nicht für die Katz" sei. Dem offiziellen Teil schloss sich ein geselliges Beisammensein an.
Der Anbau war ein Anliegen, für das sich die Verantwortlichen seit vielen Jahren stark gemacht hatten. Auch von der Kreisbrandinspektion wurde dieses seit Langem mit Nachdruck gefordert.
Das Haus wurde unter anderem außen gestrichen. Der Austausch des 30 Jahre alten Tors war mit viel Arbeit verbunden. Dabei wurde beispielsweise die Decke mit Balken verstärkt. Auch Putz- und Streicharbeiten sowie Bodenarbeiten unter dem Tor waren notwendig. Über 40 Spinte wurden für ein saubereres und geordneteres Erscheinungsbild angeschafft. Im Außenbereich wurden Pflasterarbeiten vorgenommen und auch Randsteine verlegt. Zu den aufwendigen Arbeiten zählte auch der Einbau einer abflusslosen Grube, da das Grundstück nicht an einem öffentlichen Kanal angeschlossen ist.


"Wahrlich ein ,Gottes-Dienst‘"

Seinen beeindruckenden Beginn hatte der Festtag in Roßlach mit einem Weckruf gefunden. Am Morgen fand ein Festgottesdienst im Festzelt, zelebriert von Pater Gottfried Hofer, statt. Der freiwillige Dienst der Kameraden am Nächsten erfolge zu Ehren Gottes und sei Nächstenliebe im besten Sinne des Wortes. Wenn sich die Aktiven im Falle eines Einsatzes auf den Weg machten, um Menschen in Not zur Hilfe zu eilen und sich dabei selbst in Gefahr begäben, sei dies wahrlich ein "Gottes-Dienst".
Für die sehr stimmige Umrahmung des Festgottesdienstes, in dessen Verlauf der Pater auch den Anbau und alle die darin ein- und ausgehen segnete, zeichneten der Musikverein Friesen, die Roßlacher Stubenmusik sowie der Kirchenchor Friesen verantwortlich.