50 Jahre Sturm auf das Kronacher Rathaus. Dieses Jubiläum wurde bei strahlendem Sonnenschein zu einem prächtigen Fest auf dem Kronacher Marktplatz.

Und trotz des Jubiläums: Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein bleibt weiterhin verschollen. Die CSU hat den Rathausschlüssel nur bis Aschermittwoch abgegeben und erstmals seit langem wird das Kronacher Rathaus von einem "Schwarzen", ja erstmals überhaupt von "einer Schwarzen" regiert! Angeblich ist das Stadtoberhaupt auf Kur - Stimmen behaupten jedoch, das nachts Rufe aus den Katakomben der Festung Rosenberg zu vernehmen seien.

2015 war ein Jahr voller Ereignisse, blickte Präsident Martin Panzer zurück. In Deutschland gab es vier große Baustellen: den Berliner Flughafen, die Elbphilharmonie, Stuttgart 21 und den Kronacher Kreisel. Die Kronacher steckten alle Umleitungen weg und sogar, dass man nicht nach Ludwigsstadt abbiegen konnte. "Aber wer will schon Richtung Ludwigsstadt?" Hier zeichnet sich der Beginn einer neuen Liebe ab zwischen den Kreisstädtern und den Ludschtern. Nachdem "Martin Panzer" in Ludwigsstadt das Unwort des Jahres sei, freute sich dieser, Reaktionen aus Thüringen zu bekommen. Er habe Ludwigsstadt sehr gern, aber wenn die Erde Fieber hätte, würde man am Ludwigsstadter Marktplatz das Thermometer reinstecken. Das sorgte für eine Lachlawine.
Auch die große Politik bekam ihr Fett weg. Horst Seehofer haute vergangenen Sommer einfach 136 Millionen Steuergelder hinaus für Trinken und Winken auf Schloss Elmau. Jetzt fordere der Ministerpräsident eine Obergrenze für Freibier. Kanzlerin Merkel müsse aufpassen, dass aus dem Traumschiff Europa keine Titanic werde. Beim Verhältnis mit Horst Seehofer helfe wohl auch kein Versöhnungssex mehr.

Prinz Udo I. und Prinzessin Silke II. freuten sich über die vorzeitige Flucht des Stadtoberhaupts. In Kronach seien die Frauen das starke Geschlecht", unterstrich die Prinzessin: "Wir sind klüger, hab ich nicht recht?" Zweite Bürgermeisterin Angela Hofmann überreichte darauf den Schlüssel noch lieber.

Die Garden des ATSV, die Garden des TVE Gehülz und der Faschingsgesellschaft Rothenkirchen sowie Tanzmariechen Maria Kaiser sorgten für eine Menge Schwung und brachten die Bühne bedenklich ins Beben. Schließlich ging es zum Almabtrieb in die Rosenbergalm.