Einige Zeit nach dem Gottesdienst, den Pfarrer Hans-Michael Dinkel zelebrierte und der von der Gesangsgruppe des Volkstrachtenvereins umrahmt wurde, zogen die Zechburschen durch das Dorf, um ihre Madla abzuholen. Es sind heuer sechs Einhaltpaare und drei Kellner.
Am Nachmittag eröffnete die Kindertanzgruppe in ihren farbigen Trachten den Plantanz. Wenig später trafen dann die großen Zechburschen mit ihren Begleiterinnen ein. Im Namen der Einhaltpaare und Zechgemeinschaft hielt Tobias Rebhan die Festansprache.


Zukunft

Dass in Neukenroth Kultur und Brauchtum Zukunft haben, zeigte bereits die Kindertanzgruppe. Nach einigen Tänzen der Einhaltpaare wurden Ehrengäste und Besucher zum Tanz gebeten.
Schirmherr ist Bürgermeister Rainer Detsch, der sich freute, als Ehrengäste Landrat Klaus Löffler und MdL Jürgen Baumgärtner begrüßen zu können, für die er zugleich auch die Grußworte übernahm. Sein besonderer Dank galt den Zechburschen und Zechmadla sowie den Kellnern und der Kindertanzgruppe des Volkstrachtenvereins Zechgemeinschaft Neukenroth mit ihrer Blasmusik und Gesangsgruppe. Sie erhielten Kulturgut, Brauchtum und Tradition und sorgten an mehreren Kirchweihtagen für gute Laune und gute Stimmung im Dorf. "Heimat ist ein Gefühl und besonders heute am Kirchweihtag bei wunderschönen Wetter sollten wir dieses Gefühl bei gemütlichem Beisammensein genießen", sagte Detsch.


Jede Menge Vorarbeit

Schon lange vor den eigentlichen Höhepunkten des Kirchweihfestes gab es jede Menge an Vorarbeit zu leisten. Schon vor vier Wochen zogen die Buben hinaus in den Wald, um den 29 Meter hohen Kerwabaum zu fällen. Mit der Handziehsäge wird der Baum in konventioneller Handarbeit gefällt. Am vergangenen Donnerstag erfolgte schließlich der Transport vom Wald von Eugen Rebhan zur Zecherhalle. Der Baum wird traditionsgemäß vom ersten Zecherpaar gespendet. Das sind in diesem Jahr Tobias Rebhan und Theresa Beetz. Am Freitag bearbeiten die Buben den Baum mit Schnitzeisen, während die Mädels mit dem Kranzbinden beschäftigt waren. Ein Spektakel besonderer Art ist die Baumaufstellung am Samstag. Zunächst muss der Riesenstamm auf dem Rückewagen von der Zecherhalle zum Festplatz im Dorf gebracht werden. Hunderte von Schaulustigen beobachteten am Samstag das Spektakel. Mit einem Kran wurde der Baum in die Vertikale gehievt. Dazu wurde der untere Stamm in eine 3,5 Meter tiefe Grube gesetzt, die als Fundament und Halterung dient. Auch Schirmherr Rainer Detsch nahm Anteil an der schweißtreibenden Arbeit der Zechpaare, bevor das Fest überhaupt so richtig in die Gänge kam. Weitere Einhaltpaare sind Thomas Eidloth/Pauline Leubner, Nicklas Hackel/Annalena Nickol, Felix Maurer/Sophia Rubel, Jonas Nickol/Sarah Lang sowie Kevin Schnapp/Lea Schirmer. Die Kellner sind Philipp Wachter, Johannes Fröba und Adrian Milich.


Es ist noch nicht vorbei

Am Montag und Dienstag geht's weiter: Im Zeichen von Spaß und Spiel steht der Montag. Schon am Vormittag laden die Zechpaare zum Tanz mit den Bewohnern auf der Straße ein. Der Wettstreit der Überraschungen wird am Montagnachmittag rund um den Kirchbaum ausgetragen. Und schließlich die große Gaudi der Verlosung und des Hahnenschlags.
Das Kirchweihbegräbnis findet schließlich am Dienstag statt.