Zusammen mit ihrem Mann Jörg Zech teilt sich Pfarrerin Sigrid Ullmann nun eine Pfarrstelle. Seit einem Jahr ist das Pfarrehepaar in Tettau. Bis zum 1. September 2012 unterstützte Sigrid Ullmann ihren Ehemann auf ehrenamtlicher Basis.

Beide sind nun bestrebt, ihren Gemeindemitgliedern die Botschaft Gottes zu vermitteln, sich ihrer Belange anzunehmen und die positiven Kräfte zu bündeln. Sigrid Ullmann will ebenso wie ihr Mann bei ihren Predigten Wert darauf legen, dass sich die Menschen angesprochen fühlen.

Nachwuchs gab den Ausschlag

Für die Pfarrstelle in Tettau haben sich die Eltern von vier Kindern nicht zuletzt wegen ihres Nachwuchses entschieden. Sigrid Ullmann und Jörg Zech sind überzeugt, dass sich das Landleben positiv auf die Entwicklung ihrer Kinder auswirken wird.

Nach einem Jahr sind beiden noch beim "Ankommen". "Das ist ein Prozess, der nicht von heute auf morgen geht", sagt Jörg Zech. Die Region um Tettau bezeichnen sie als eine der schönsten Gebiete in Deutschland. Als eine tolle Sache empfindet es Sigrid Ullmann, dass in Tettau hervorragende Voraussetzungen für die Ausübung von Wintersport vorhanden sind.

Seine Enttäuschung kann das Ehepaar jedoch nicht verbergen. "Wir hätten uns mehr Gläubige bei der Amtseinführung in der Kirche gewünscht", sagt Jörg Zech und eine gewisse Traurigkeit ist seiner Stimme zu entnehmen. Woran es gelegen hat, könne er nicht sagen, vielleicht ist einfach zu wenig Interesse vorhanden, eventuell sei die Amtseinführung seiner Frau nicht genügend publiziert worden.

Dekanin hielt die Festpredigt

Dekanin Dorothea Richter bezeichnete Sigrid Ullmann als Botschafterin, die das Wort Gottes an die Gemeinde ausrichte. Zusammen mit dem Kirchenvorstand sei sie unter anderem dafür mit zuständig, dass die Botschaft Jesu in ihrer Gemeinde ankomme.

Die Dekanin hielt auch die Festpredigt. Sie brachte die Vorweihnachtszeit mit dem Warten auf das Jesuskind in Zusammenhang. Es sei im Sinne Gottes, anderen Menschen zu helfen, sagte sie. Aber diese Hilfe sollte auf freiwilliger Basis erfolgen, es bringe wenig, wenn sich der Helfende selbst überfordert fühle. Aufgrund der aktuellen Zeit, in der sich vieles nur um Geld und Macht dreht, warnte Richter davor, nur nach diesen Dingen zu streben. "Wenn ich nur Geld und Besitz im Auge habe, werde ich am Ende arm sein, wenn ich gebe, werde ich am Ende reich!" Sie forderte die Christen auf, die Nöte und Belange ihrer Mitmenschen wahrzunehmen.


Gestaltet wurde der Festgottesdienst anlässlich der offiziellen Amtseinführung von Sigrid Ullmann von Dekanin Dorothea Richter und Dekanatskantor Sigurd Knopp.

Der Kirchenvorstand setzt sich wie folgt zusammen: Anja Knabner, Daniela Ebertsch, Bianka Güntsch, Helmut Dietzel, Wolfgang Suffa. Im erweiterten Vorstand sind: Matthias Fiedler, Alexandra Eschrich, Ilona Heimann, Rainer Tröbs.