Es geht weiter aufwärts. So lautete die Kernbotschaft in der Jahreshauptversammlung des Bezirksverbands für Gartenbau und Landespflege im Wasserschloss Mitwitz. Die Bilanz, die Vorsitzende Gudrun Brendel-Fischer und Geschäftsführer Ernst Deutsch zogen, konnte sich hören lassen.


60.0000 Mitglieder in 500 Vereinen


Mittlerweile zählt der Bezirksverband in neun Kreisverbänden und 500 Obst- und Gartenbauvereinen an die 60 000 Mitglieder. Einer der Höhepunkte war der Vortrag von Andreas Becker.

Ausführlich befasste sich der Leiter der Gartenakademie Veitshöchheim mit der Zukunftssicherung. Ziel müsse sein, neue Mitglieder aus dem Bereich Freizeitgartenbau zu bekommen. 2,75 Millionen Haushalte würden im Freistaat eine Gartenfläche von 135 000 Hektar bewirtschaften. Daraus ergebe sich ein enormer gesamtgesellschaftlicher Nutzen. Vor allem müsse man die Freizeitgärtner verstehen können.


In der Wohlfühloase


"Nur wer versteht, was die Menschen bewegt, kann sie auch bewegen", sagte der Referent. Er stellte das spannende Ergebnis einer Analyse des Sinus-Institut vor. So stünden bei den Befragten die Begriffe Freiheitsgefühl, Verbundenheit zur Natur, gesunde Ernährung, oder Arbeit im Garten sehr hoch im Kurs. Der Garten sei für viele Paradies, Wohlfühloase und Rückzugsort.

Durch die Wahrnehmung öffentlichkeitswirksamer Aufgaben, sei es gelungen, eine steigende Anerkennung der gemeinnützigen Arbeit zu erreichen, stellte die Bezirksvorsitzende fest. Sie nannte den "Tag der offenen Gartentür", Seminare, Obstbaupflegekurse, Apfelmärkte, das "grüne Klassenzimmer", die Aktion "Gesundheit aus dem Garten" oder die Förderung der Dorfökologie.


Lob für Windheim


Einen hohen Stellenwert habe in den vergangenen Jahren vor allem die Förderung der Nachwuchsarbeit in den Vereinen eingenommen, stellte Brendel-Fischer erfreut fest. Ein dickes Lob zollte sie dem Obst- und Gartenbauverein Windheim für die Organisation des bezirksweiten Auftaktes zum "Tag der offenen Gartentür".

Stellvertretender Landrat Bernd Steger und Kreisvorsitzender Fritz Pohl aus Theisenort würdigten die Bemühungen der 44 Ortsverbände im 5400 Mitglieder zählenden Kreisverband Kronach. "Die Gartenbauvereine sind das grüne Gewissen der Kommunen", betonte Pohl. Landwirtschaftsdirektor Nikolai Kendria aus Kitzingen lobte die Breitenarbeit und die enormen Aktivitäten der vielen Ehrenamtlichen in den Vereinen.

Der stellvertretende Bezirksvorsitzende des Imker-Bezirksverbands, Matthias Fröhlich aus Harsdorf, berichtete von steigenden Mitgliederzahlen. Vor allem nehme in städtische Bereichen trotz der allgemeinen Problematik das Interesse an Bienen zu. Fröhlich appellierte an die Gartenbauvereine, den Insekten durch ein flächendeckendes Nahrungsangebot das Überleben zu erleichtern.
Die Jugendbeauftragte des Bezirksverbands, Kathrin Dörfler, erinnerte an den Jugendwettbewerb "Streuobst-Vielfalt - Beiß rein!" Die Prämierung erfolge 2019.


Neue Broschüre


Elfriede Schneider stellte das Projekt "Private Gärten laden ein" vor. In einer Broschüre werden die schönsten Privatgärten Oberfrankens vorgestellt. Der Landkreis Kronach sei mit drei "grünen Paradiesen" vertreten, verriet die Autorin.

Als einen außerordentlich interessanten Termin nannte Geschäftsführer Ernst Deutsch die fränkische Obstsortenausstellung in Mainleus vom 27. Oktober bis 4. November.

Über die Finanzen informierte Schatzmeister Friedhelm Haun. Revisor Ernst Knobloch aus Neukenroth bestätigte ihm eine ordentliche Kassenführung.

Ehrenvorsitzender Edgar Sitzmann dankte allen ehrenamtlichen Kräften für ihr breit gestreutes Engagement.

Eine große Anerkennung gab es für die Schülerinnen Linda Karl, Paula Bauer und Lara Steinert von der Maximilian-von-Welsch-Realschule Kronach für das gelungene Catering in der Kutscherstube.