Die nächste Hürde für den Neubau des Rewe-Marktes in Kronach wurde am Montagabend genommen. Der Stadtrat beschloss einstimmig den Bebauungsplan für das Sondergebiet "Lebensmittelmarkt Industriestraße". Im Jahr 2019 möchte Rewe mit dem Bau beginnen und vom westlichen ans östliche Ende der Industriestraße wechseln.

Seit Jahren beschäftigt sich der Stadtrat mit diesem Thema. Ein ursprünglich angedachter Umzug nach Ruppen wurde abgelehnt, später das Grundstück zwischen Aldi und Stupo Mobile als Alternative gefunden.

In seiner Sitzung am Montag stellte das Gremium nun eine weitere Weiche für das Bauvorhaben. Lediglich die Einschleifung von der Bundesstraße 173 zwischen den Geschäften hindurch zur Industriestraße sorgte noch einmal für Nachfragen von Martina Zwosta (FL). Verlagert sich dadurch die Staugefahr von Ruppen an die neue Abzweigung? Könnte Aldi die Zufahrt auch nutzen? Könnte Rewe eine Durchfahrt zur Industriestraße auf seiner "Zufahrt" unterbinden?

Die Entwicklung des Verkehrs muss abgewartet und bei Problemen nachreguliert werden, wie Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein (FW) feststellte. Hauptamtsleiter Stefan Wicklein erklärte, dass sich Aldi - bei Interesse - an die Stichstraße anschließen lassen könnte, denn die Durchfahrt wird "eine öffentliche Straße, die vom Rewe-Bauträger gebaut und dann an die Stadt übergeben wird". Dadurch entstünden der Stadt auch keine Kosten. Für Jonas Geissler (CSU) beutetet das eine "klassische Win-Win-Situation".

Die Frage nach den verkaufsoffenen Sonn- und Feiertagen

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Der Stadtrat überlegt, die Flächen für verkaufsoffene Sonn- und Feiertage stärker einzugrenzen. Damit soll einerseits die Rechtssicherheit dieser Aktionstage gestärkt und andererseits mehr Arbeitnehmern ein freier Sonn- oder Feiertag ermöglicht werden.

Hauptamtsleiter Stefan Wicklein stellte zunächst fest, dass eine Kollision des Frühlingsmarktes mit den kirchlichen Hochfesten vermieden werden soll. Deshalb soll er auf den dritten Sonntag vor Ostern festgelegt werden. Fällt dieser auf die erste Märzhälfte, soll der Markt auf den Sonntag nach Ostern wandern. Das Gremium regte weiter an, den Weißen Sonntag unbedingt als Termin auszuschließen.

Anschließend stellte Wicklein eine Überlegung vor, welche nur die Kernstadt als Gebiet für die verkaufsoffenen Sonn- und Feiertage vorsieht. Die Märkte in Fröschbrunn oder in der Industriestraße wären dabei außen vor. Dieser (gegen zwei Stimmen) befürwortete Vorschlag soll nun mit dem Handel besprochen werden.

Martina Zwosta (FL) sprach sich grundsätzlich gegen verkaufsoffene Sonntage aus, weil der Sonntag der Familientag schlechthin sei. Sie regte als Alternative beispielsweise XXL-Samstage an.