Dass die kleinen und großen Nordhalbener gern in frühere Zeiten eintauchen, hat sich in der Szene längst herumgesprochen. Und so waren auch diesmal zum Samhain-Fest, mit dem das keltische Neujahr beginnt, zahlreiche Gäste aus dem Umland mit dabei.

Geführt von der Ortsgruppe des Frankenwaldvereins zogen rund 60 Fackel- und Laternenträger, meist Kinder mit ihren Eltern und Großeltern, von der Skilifthütte über die Fichtera. Ein beeindruckendes Bild, als sich der lange Zug in der beginnenden Nacht über den Bergrücken hinweg bewegte.

Ziel der kurzen Wanderung war das Festgelände von Avalon-Nord am Regberg, wo bereits das Samhain-Fest begonnen hatte. Eingeladen hatten die Hausherren vom Verein Nortwald. Schnell loderte das große Feuer zur Abschreckung der Geister und Untoten hoch in den Himmel und erhellte die Szenerie, in der sich allerhand mysteriöse Gestalten aus alten Tagen tummelten. Aus Hof war eine Gruppe von Mauren gekommen, Gnome aus der Unterwelt, germanische Waldläufer, schwerbewaffnete Ritter und allerhand buntes Volk umlagerte die Taverne, den Glühweinstand und die Braterei.

Als besonderen Genuss gab es erstmals eine Kürbisbratwurst auf dem Rost. Die Kinder durften sich ihr Stockbrot selbst über dem Feuertopf backen. "Simon der Feurige" und seine Truppe sorgten auf der Bühne für musikalische Unterhaltung.

Zu späterer Stunde begeisterte er die Gäste mit seiner wilden Feuershow, zu der er diesmal auch eine Partnerin mitgebracht hatte. Beide spuckten und schluckten Flammen, drehten sich mit glühenden Kugeln und zogen sich brennende Stäbe über die nackten Arme. Trotz der kühlen Nacht ließen es sich die Gäste bei frischem Schmäuß, gesüßtem Wein und allerlei Kurzweil noch lange gutgehen und feierten in das keltische Neujahr hinein.