Bereits zum Ende der 1990er Jahre stand Stefan Schneider als Büroleiter an der Seite von SPD-Landrat Oswald Marr. Jetzt arbeitet er für CSU-Landrat Klaus Löffler in gleicher Funktion. Das ist nicht alltäglich. Es zeigt aber, dass die beiden Landkreis-Chefs wissen, was sie an ihrer "rechten Hand" hatten beziehungsweise haben. In einem Jahr wird sich Schneider jedoch in die passive Phase der Altersteilzeit verabschieden und somit eine Lücke hinterlassen. Wer sie schließen soll, steht fest: Markus Wich.

"Stefan Schneider ist ein herausragender Büroleiter", lobt Landrat Klaus Löffler seinen engsten Mitarbeiter. Deshalb muss der Nachfolger große Fußstapfen ausfüllen. "Ein Büroleiter ist die Schnittstelle im Haus", erklärt Löffler. Er habe Verantwortung für Mitarbeiter, er koordiniere den Arbeitstag des Landrats und bereite ihn inhaltlich vor, er halte Kontakt zu Abgeordneten, Ministerien etc. Und nicht zuletzt leite er das Bürgerbüro. Dort liefen viele Anliegen der Menschen aus dem Landkreis auf. "Dadurch hat der Büroleiter eine riesige Außenwirkung. So jemand muss die Menschen mögen und die Gabe haben, Lösungen zum Wohl aller Beteiligten zu finden", betont Löffler.
Zwischen dem Landkreis-Chef und seiner "rechten Hand" müsse angesichts der engen Zusammenarbeit in zum Teil sensiblen Themen ein blindes Vertrauen herrschen, so der Landrat. Dieses große Vertrauen setzt er nun in Markus Wich, der zurzeit im Kronacher Finanzamt arbeitet und unter anderem als Dritter Bürgermeister der Stadt Kronach politische Erfahrung sammeln sowie Menschen kennen lernen konnte. "Markus ist jemand, der in der Gesellschaft verwurzelt ist", unterstreicht Löffler.

"Ich freue mich auf diese neue Herausforderung. Es ist eine spannende Aufgabe", versichert Wich. Dass er sich mit seinem künftigen Chef gut verstehen wird, bezweifelt er keine Sekunde. Nicht zuletzt als stellvertretender CSU-Fraktionsvorsitzender im Kreistag hat er schon eng mit Löffler zusammengearbeitet. Mit seiner Aufgabe als Stadtratsmitglied beißt sich die neue Funktion nach Wichs Meinung übrigens nicht. Deshalb will er dem Gremium weiter zugehörig bleiben. Seinen neuen Posten wird er im Januar antreten. Dann wird Schneider ihn noch einarbeiten, ehe er sich zum August zurückzieht.