Die Ludwigsstädter Kirchweih läutete gewissermaßen das Ende der überlangen Sommerwitterung ein. Zum Höhepunkt des Kirchweihwochenendes am Sonntagnachmittag hatten sich die Stadtkapelle Ludwigsstadt und die Kirchweihgesellschaft mit regenfester Kleidung auf die neue Wetterlage eingestellt.

Stadtkapelle und Kirchweihgesellschaft marschierten dann auch tapfer und gut gelaunt- gesäumt von den Zuschauern - ihre übliche Strecke vom Rathaus über die Wendeschleife an der Jahns Bräu bis zur Hermann-Söllner-Halle. Dabei nahmen sie sich auch die Zeit zum Straßentanz und fürs Ludschter Kirchweihlied - wenn auch die Stimmen schon etwas gelitten hatten.

Zuvor hatte Bürgermeister Timo Ehrhardt zum Empfang im Rathausinnenhof geladen. Zusammen mit der Vorsitzenden der Kirchweihgesellschaft, Aileen Meister, und mit Pfarrer Hans-Peter Görl, betonte er die besondere Verbundenheit zwischen Stadt, Gemeinde und der Kirchweihgesellschaft. Diese hatte den Sonntag nach einer langen Tanznacht mit dem Festgottesdienst in der Michaeliskirche eingeleitet.

Am Samstagabend hatten die "Wickendorfer" beim Tanz in der voll besetzten Festhalle eingeheizt, nachdem die Kirchweihgesellschaft - angeführt von ihren beiden Kellnerinnen - eingezogen waren, diesmal in Abendgarderobe statt im Dirndl.

Auch wenn Bürgermeister, Pfarrer und Regionaljugendreferent Sascha Fritsche im Festumzug mitmarschierten, es fällt doch auf: Bei der Ludschter Kirmes haben die Frauen trotz Kleid und Dirndl die Hosen an. Frauen als Kellnerinnen, eine Chefin und außerdem doppelt so viele Mädels wie Jungs - nur als Stimmführer beim Kirchweihruf musste der vorherige Vorstand Max Ermer weiter an die vorderste Front.