Demnach sind von der Regierung von Oberfranken zur Durchführung eines derartigen Wettbewerbs 100.000 Euro an förderfähigen Kosten vorgesehen. Darauf wurde ein Fördersatz in Höhe von 80 Prozent in Aussicht gestellt.

Für was aber einen Planungswettbewerb, wenn ein Konzept schon vorhanden ist? Knapp zwei Jahre ist es her, als acht Gesellschafter nach der Insolvenz der Jahns-Bräu die Brauerei kauften. Die Eigentümer haben damals bereits ein Konzept vorgelegt, wonach unter anderem geplant ist, neben der Wiederbelebung der Brauerei eine Gaststätte im ehemaligen Füllereigebäude zu errichten. Es wurde auch über ein rund 60 Betten umfassendes Hotel nachgedacht, in dem ohne Probleme ein Bus untergebracht werden kann.

Bezüglich der Investitionssumme hielt sich der Sprecher der Investorengruppe, Wolfgang Feuerpfeil, am Donnerstag auf Anfrage zurück. Sicher ist, dass es sich bei der Umstrukturierung der Jahns-Bräu um eine siebenstellige Summe handelt. Eigentlich sollte das Leuchtturmprojekt "Jahns-Bräu" schon weiter fortgeschritten sein. Man habe, so Feuerpfeil, so lange gewartet, da die Beteiligten auf die Unterstützung im Rahmen von Städtebaufördermitteln hoffen.

Er wünscht nun, dass die Investorengruppe parallel zum Planungswettbewerb zumindest mit dem wirtschaftlichen Teil der Jahns-Bräu-Brache, also mit der Brauerei und Gastronomie, noch in diesem Jahr starten kann. Denn die Zeit drängt.

Wie von der Pressesprecherin der Regierung von Oberfranken, Corinna Börner, zu erfahren war, sind die Eigentümer - sofern sie Städtebaufördermittel beanspruchen wollen - an die Einhaltung der Vergaberichtlinien gebunden.

Das heißt, es ist zwingend ein Vergabeverfahren für die Planungsleistungen durchzuführen. Und so ein Verfahren sei eben ein Planungswettbewerb, der zudem den Vorteil mit sich bringt, dass Entwurfs- und Lösungsvarianten angeboten werden. Ob die Investorengruppe trotz Planungswettbewerb starten kann, diese Frage blieb offen.

Bezüglich der Revitalisierung des Burgbräu-Areals in Lauenstein wies Ehrhardt darauf hin, dass dieses Projekt im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen zur Stadtsanierung in Lauenstein als Maßnahme in das Städtebau-Sonderprogramm mit aufgenommen wurde. Für das Jahr 2014 wurden förderfähige Kosten in Höhe von 200.000 Euro bei einem Fördersatz von 80 Prozent eingeplant. Der Plan sieht nun vor, das Gebäude abzureißen und die tieferliegende Fläche zu begrünen.

Gerhard Rentsch (CSU) stellte klar, dass alle dafür seien. Letztendlich sollten aber auch die Eigentümer in die Pflicht genommen werden, es könne auf Dauer nicht sein, dass die Stadt leerstehende Gebäude saniert beziehungsweise wegreißt.

Kurzmeldungen aus dem Stadtrat

Die Ersatzbeschaffung eines VW-Pritschenwagens für den städtischen Bauhof zum Preis von einer monatlichen Leasingrate in Höhe von 341 Euro wurde für die Dauer von 54 Monaten beschlossen.

Mit drei Gegenstimmen befürwortete das Gremium die Ersatzbeschaffung eines GFK-Salzsilos im städtischen Bauhof für 32.300 Euro.

Als Vertreter der Stadt für die Arge Rennsteig wurden neben dem Bürgermeister bestimmt: Eva Jahn, Andreas Rentsch, Gerhard Rentsch, Hermann Feuerpfeil, Vertreter von den Firmen Weisse & Eschrich, W.O.M. sowie Alfred Donner von der Firma Itting.

Weiterhin wurde darauf hingewiesen, dass der Ausbau der "Alten Poststraße" im Gange ist. Die Maßnahme wird voraussichtlich bis Dezember dauern (Kosten: rund 400.000 Euro).

Zugestimmt wurde auch die Errichtung eines Pavillons am Angerplatz in Ebersdorf im Rahmen der kleinen Dorferneuerung zum Preis von 18.100 Euro. Bis zur Kirchweih soll er fertig sein.

Nachdem bei der letzten Sitzung die CSU-Mitglieder den Saal verließen wurden auch die Ausschüsse besetzt:

Personalausschuss: Michael Löffler, Torsten Hetz, Thomas Rebhan (SPD), Martin Schmidt, David Martin (CSU), Hermann Feuerpfeil (FW). Stellvertreter: Carlo Schwab, Andreas Rentsch, Mario Ziener, Hubert Bischoff, Eva Jahn (SPD), Christian Heyder, Stefan Heyder, Maximilian Heyder, Gerhard Rentsch (CSU), Jürgen Zschach (FW)

Haupt- und Bauausschuss: Andreas Rentsch, Michael Löffler, Hubert Bischoff (SPD, Gerhard Rentsch, Maximilian Heyder (CSU), Hermann Feuerpfeil (FW), Stellvertreter: Mario Ziener, Eva Jahn, Thomas Rebhan, Carlo Schwab, Torsten Hetz (SPD), Christian Heyder, Stefan Heyder, Martin Schmidt, Davin Martin (CSU), Jürgen Zschach (FW)

Rechnungsprüfungsausschuss: Carlo Schwab, Mario Ziener, Hubert Bischoff (SPD), Martin Schmidt, Stefan Heyder, Maximilian Heyder (CSU), Jürgen Zschach (FW) Stellvertreter: Andreas Rentsch, Michael Löffler, Thomas Rebhan, Torsten Hetz, Eva Jahn (SPD), David Martin, Christian Heyer, Gerhard Rentsch (CSU), Hermann Feuerpfeil (FW). Vorsitzender Maximilian Heyder.