Zu einer kurzfristig angesetzten Gastveranstaltung kam der Verein "Internationale Kunstförderung Kronach e.V." mit seinem Leiter Ingo Cesaro ins Kunsthaus Nordhalben. Nach dem deutschlandweit ausgerufenen "Tag der Druckkunst" am 15. März, den der Verein mit einer Aktion in Kronach mitgestaltet hatte (wir berichteten), gab es in Nordhalben eine Fortsetzung.

Unter dem Thema "Druckkunst-Tage" führten Cesaro und sein Künstlerkollege Peter M. Bannert in das Kunsthandwerk ein, das als "Immaterielles lebendes Kulturerbe der Unesco" Anerkennung genießt. Anfänger konnten sich in Holz- und Linolschnitt einweisen lassen und ihre ersten Werke auf der "Handnudel", der mobilen Handdruckpresse, in traditioneller Hochdrucktechnik abziehen lassen. Dazu kamen Abzüge für das vom Verein initiierte "Mail-Art-Projekt", das in einer Sammlung aus künstlerischen Postkarten aus aller Welt mündet. Ab 3. August werden dann insgesamt 902 Objekte in einer Ausstellung in Schwabach zu sehen sein. Vorlagen kamen aus größeren Originalen, die, zusammen mit anderen Werken, als temporäre Ausstellung im Kunsthaus zu sehen waren.

An der kleinen Schau beteiligten sich Peter M. Bannert, Dieter Backert und Gabriele June-Michel aus Küps sowie Maria Hofstädter aus Nordhalben. Das Angebot zum "Schnupperkurs" wurde von einigen Nordhalbener Interessierten gern angenommen, die ihrer Kreativität unter fachkundiger Anleitung freien Lauf ließen.

Initiator Cesaro bedankte sich bei den Gastgebern von "NohA" in Person von Otmar und Heidi Adler und ihren Helfern für die unkomplizierte Bereitstellung des Kunsthauses mit Bewirtung sowie für den Besuch von Bürgermeister Michael Pöhnlein. "Wir schaffen ein Kunstbiotop - das Leben entsteht dann daraus", brachte er seine Intention für das Projekt zum Ausdruck.

Doch der Besuch in Nordhalben wird auch Folgen haben. Cesaro kündigte eine "Nordhalbener Bildergalerie" mit Werken verschiedener Künstler an, die heimische Motive und Eindrücke in eine Serie umsetzen werden. Die Beteiligung dazu soll offen ausgeschrieben werden, die Arbeiten sind dann im Kunsthaus zu sehen.