Das Schicksal der siebenköpfigen Familie aus Kronach, die am 12. Oktober auf der B 505 verunglückt ist, bewegt die Bewohner der Lucas-Cranach-Stadt. "Die Anteilnahme ist groß", bestätigt Kronachs zweiter Kämmerer Jörg Schnappauf, der das Konto der Willi-Otto-Stiftung verwaltet.

Dorthin können Menschen, die der kurdischen Familie helfen wollen, eine Geldspende überweisen. Das haben nun auch die Mitglieder des Stadtrates getan und ihre Aufwandsentschädigung für die vergangene Sitzung - insgesamt 1300 Euro - gespendet. Der Vorschlag sei aus dem Gremium gekommen und alle hätten direkt zugestimmt.

Inzwischen ist laut Schnappauf ein beachtlicher Betrag zusammengekommen. "Was mich besonders beeindruckt, ist die Tatsache, dass auch viele Kleinstbeträge, zum Beispiel von Freunden der Kinder aus Schule und Kindergarten dabei sind", berichtet der zweite Kämmerer.

Auch für die Verwaltung sei diese Situation eine völlig neue gewesen. "Auf so etwas wird man nicht vorbereitet, aber in so einem Moment spürt man den Zusammenhalt der Kronacher." Die Stadt werde die Familie auch weiter in jeder denkbaren Hinsicht unterstützen: "Wir können das Leid nicht ungeschehen machen, aber wir können die Hand reichen und helfen."

Der Familienvater war bei dem unverschuldeten Unfall ums Leben gekommen, die fünf Kinder und die Mutter schwer verletzt.