Es gab einen bunten Cocktail aus Büttenreden, Gardetänzen, Klamauk und flotten Sprüchen. Dabei mussten die Lokalpolitiker den Spott der Narren ertragen. Aber sie trugen es mit Fassung. Die Prominenz hatte also nichts zu lachen, die restlichen Besucher schon. Es gab jede Menge Klaumauknummern. Christoph Müller und Stefan Lach fanden als als alternde Hippies im Kronach von anno dazumal nicht mehr zurecht. Christian Reuß und Michael Kätzel sangen als "Brejtla und Braatla" von geistiger Inkontinenz, über den Lärmpegel auf dem Schützenplatz und das Gerangel um das Feuerwehrhaus.


Oberfeuerwehrmann Stefan Wicklein gab dem Publikum Brandschutzhinweise. Bier sei das beste Löschmittel, weil Wasser, Schaum und Kohlendioxid drin sei. Zusammen mit Stefan Ender, Günther Kestel, Thomas Pfeffer und Thomas Uwira sang er frei nach Peter Maffay "über sieben Kneipen musst Du geh'n". Das Wallenfelser Flößer-Rückhaltebecken solle wegen Horst Seehofers Einsatz nun "Hofer See" heißen. Das Tropenhaus heiße so, weil es droben in Tettau sei. Wäre es in Küps, würde es Druntenhaus heißen, in Mitwitz Drübenhaus. Und die Zeyerner Sportler könnten künftig Streetsoccer auf der alten Bundesstraße spielen...

Wie immer kam eine der Glanznummern von Wolfgang Baumann, dem Nölla aus Nöllendorf. Diesmal war er der "Tor zum Frankenwald". Die Wortspiele, die er mit "Tor" trieb, waren Extraklasse. Kein Wunder, denn sein Gehirn war ja outgesourct. Auch von seinen Misserfolgen als Einbrecher wusste er zu berichten. Das Publikum bog sich vor Lachen, Baumann verzog keine Miene. Auch eine Kunst!

Die Garden des ATSV Kronach waren bei den Tänzen wieder in Hochform. Die kleine Garde begeisterte als Biene Maja und Willi, die mittlere Garde wirkte beim Eröffnungsteil mit, die alte Garde war als Gardegrufties zu sehen. Und natürlich wirkte auch die große Garde mit. Die ATSV-Showtanzgruppe entführte in den Tatort Kronach, die Rock'n'Roller des ATSV waren mit atemberaubenden akrobatischen Meisterleistungen vertreten. Mit der Turnerschaft konnten die Gäste einen Trip in die USA unternehmen. Einen Soloauftritt der Extraklasse hatte Gardetänzerin Maria Kaiser bei der "Petersburger Schlittenfahrt".

Für den "guten Ton" sorgte die Saalkapelle von Wolfgang Riedel. Die "Echt'n Kroniche Hous'nküh" spielten als "Guggemusik" auf.