Von den Einbrechern, die in der Nacht zum Samstag den Tresor aus dem Aparthotel Steinwiesen mitgenommen und an der Ködeltalsperre geknackt haben, gibt es noch keine heiße Spur. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Coburg laufen auf Hochtouren. Während des ganzen Samstags waren mehrere Kripobeamte rund um Steinwiesen im Einsatz.


Den Hang hinuntergepurzelt

Die Einbrecher waren in der Nacht zum Samstag nach dem Aufbruch eines Fensters ins Aparthotel eingestiegen. Dabei nutzten sie ein relativ enges Zeitfenster zwischen der Uhrzeit, an der die letzten Mitarbeiter gingen, und dem Zeitpunkt, an dem die ersten Mitarbeiter kamen. "Die müssen das vorher genau ausbaldowert haben", vermutet Hotelchef Bob Neubeck. Die Einbrecher deaktivierten auch die Bewegungsmelder am Gebäude in dem Bereich, in dem sie einsteigen wollten. Den etwa 350 Kilo schweren Tresor wuchteten sie aus der Verankerung und nahmen ihn mit, weil das Öffnen des durch Elektronik gesicherten Stahlschranks - der war nicht mit Schlüssel, sondern nur mit Code zu öffnen - im Hotel sicherlich zu viel Lärm gemacht hätte.

An der Ködeltalsperre öffneten sie den Tresor gewaltsam und wollten ihn wahrscheinlich in der Talsperre versenken, denn sie ließen den leeren Stahlquader 60 bis 70 Meter den Hang hinunterpurzeln. Die "Beute" blieb jedoch an einem Baum hängen, wo sie gegen 8 Uhr von einem Fußgänger gefunden wurde. Auch allerhand Einbruchswerkzeug lag verstreut rund um den aufgebrochenen Tresor im Wald. Den schweren Stahlschrank transportierte ein Abschleppunternehmen zur Spurensicherung ab.


Bescheidene Beute

Für Bob Neubeck ist der Einbruch Anlass, das Sicherheitskonzept zu optimieren. Den Schaden bezifferte er auf bis zu 20 000 Euro, wobei auch dem Markt Steinwiesen als Eigentümer des Erlebnisbads Schaden entstand. Die Bargeldbeute in Geldscheinen ist laut Neubeck recht bescheiden, aber es war viel Hartgeld im Tresor. Wertgegenstände der Gäste waren zum Glück nicht im Stahlschrank, aber diverse Papiere und Dokumente, die beim Öffnen des Tresors beschädigt wurden oder zurzeit noch vermisst werden.

Die Kriminalpolizei Coburg bittet um Hinweise und fragt:

Wer hat in der Nacht zum Samstag im Bereich der Straße "Mühlwiesen" verdächtige Personen und/oder Fahrzeuge gesehen?

Wer hat am frühen Samstagmorgen im Bereich der Ködeltalsperre verdächtige Wahrnehmungen gemacht?

Hinweise nimmt die Kripo Coburg unter Telefon 09561/645-0 entgegen.